Zwei Jahre auf erotischer Abenteuerreise

Wie schnell die Zeit vergeht. Zwei Jahre sind mein Mann und ich bereits auf unserer Entdeckungsreise. Neue Erkenntnisse, viel Neuland und ein ganz neues Kennenlernen des eigenen Ich's und des Partner's haben stattgefunden.

Fast 20 Jahre waren wir nur zu zweit auf unserer Sexual- und Lebensreise, lieben uns, haben viele Hürden genommen, auch gefightet und in dieser gemeinsamen Zeit gemerkt, wir sind unerschütterlich füreinander da.

Und jetzt, wo wir sogar andere Menschen in unsere Reise und Erotik lassen, treibt es uns nicht voneinander weg, sondern näher zusammen. Je mehr wir den anderen loslassen, desto weiter entfernen wir uns von irgendwelchen Verlustängsten, je mehr wir einander gönnen, desto weiter entfernen sich Eifersucht und Neid, je mehr wir den anderen beschenken, desto mehr gewinnt man selber, je mehr man teilt, desto tiefer wird das Vertrauen. Da entsteht eine ganz neue Dimension der Partnerschaft und wir sind in einer offenen Beziehung gelandet.

Beide lassen wir den Ehepartner in die Tauschzeit, während dieser Zeit hat keiner dem anderen gegenüber Verpflichtungen. Jeder kann seine Bedürfnisse ausleben, wie es ihm Spass macht. Es gibt keine Einschränkungen, was wir ausschliesslich nur für uns behalten, ausser unsere Liebe und den festen Willen, miteinander zu zweit durchs Leben zu gehen (je länger desto überzeugter)!

Wenn die Chemie bei allen Beteiligten auflodert, steht von unserer Seite nichts im Wege

  • - Küssen und Schmusen
  • - Austausch von Zärtlichkeiten, Kuscheln, Umarmen
  • - Sex in getrennten Räumen
  • - Spielarten, die den Tauschpartnern und uns Spass machen (da sind wir sehr facettenreich unterwegs)
  • - den Tauschpartner mit allen Sinnen wahrnehmen
  • - stundenlange Tauschzeit
  • - getauscht essen zu gehen und dann "händchenhalten", necken, anlehnen........

Bei allem, womit wir beide keine Probleme haben, halten wir uns aber an die "No-Goes" der beteiligten Menschen. Das einzige, was wir nur in den seltensten Fällen machen (da muss ein ganz spannender Hintergrund bestehen), sind Begegnungen mit Paaren, die PT mit GV völlig ausschliessen. Wenn die Lust erwacht, die Chemie stimmt, wollen wir nicht stoppen müssen. Aber alles "SAFE"!!! Ausschliesslich SAFE!!

Wir bewegen uns aufrichtig und ehrlich in der erotischen Welt! Das wünschen wir auch vom Gegenüber. Wenn kein Knistern spürbar ist, wenn keine Energien zum Brodeln kommen, sagen wie es! Wenn es zum Sex kommt und es passt nicht, obwohl es vorher geknistert hat, brechen wir höflich aber ehrlich ab. Ich spiele keine Orgasmen vor! Und wenn wir kein weiteres Treffen wünschen, wird es mit Anstand, aber ehrlich kommuniziert. Ich bitte nochmals inständig darum, eine Absage, einen Abbruch niemals als negative Wertung des Gegenübers zu verstehen. Hier geht es rein um die fehlende erotische Kompatibilität und nicht um den Wert eines Menschen.

Die Sexualität zu teilen ist eine grosse Aufgabe. Immer wieder stehen wir vor Problemen, die wir bei weitem nicht hätten, wenn wir in unserer monogamen Welt verblieben wären. Wir hätten hingegen nicht das Feuer und die Glut in unserem Leben. Was ist besser: immer gewohntes Terrain oder das Ausloten und Erweitern der eigenen Grenzen. Das muss jeder für sich selber entscheiden. Wie sehr oft in unserem Dasein lassen sich für Unstimmigkeiten, gute Lösungen finden. Dazu benötigt es in erster Linie eine ehrliche, offene Kommunikation und den Willen, es zu tun.

Wir haben einige tolle Bekanntschaften gefunden, die unser Leben bereichern, mit denen wir immer wieder sehr interessante, erotische Auszeiten, gewürzt mit Spass und Humor erleben dürfen. Unkompliziert, freundschaftlich, ungezwungen, eifersuchtsfrei, hemmungslos!! Einfach SCHÖN!!

Und dann gibt es diese eine Freundschaft, die so besonders ist, wie ich es nie erwartet hätte. Trotzdem bin weder ich, noch mein Mann "Klammerer", die das Gegenüber im Alleinrecht besitzen wollen. Wir leben die freie Liebe aus und nicht das Besitztum. Meine Erfahrung zeigt, dass man eine tiefe Swingerfreundschaft oder sogar Polyamorie niemals suchen kann, geschweige denn besitzen kann. Eine solche rar gesäte Freundschaft kann in ganz, ganz, ganz seltenen Fällen mit viel Zeit und viiiiieeeel Glück wachsen! Das aussergewöhnliche Geschenk wird von uns genossen, wie ein ganz kostbarer Schatz gehütet und gepflegt!!

Hier noch eine Lebensweisheit von Charlie Chaplin, die mich sehr bewegt hat und mich in vielen Lebenssituationen zur Selbstreflektion gebracht hat:

Als ich mich selbst zu lieben begann,

habe ich verstanden, dass ich immer und bei jeder Gelegenheit,

zur richtigen Zeit am richtigen Ort bin

und dass alles, was geschieht, richtig ist -

von da an konnte ich ruhig sein.

Heute weiß ich: Das nennt man EINFACH SEIN.


Als ich mich selbst zu lieben begann,

konnte ich erkennen, dass emotionaler Schmerz und Leid

nur Warnungen für mich sind, gegen meine eigene Wahrheit zu leben.

Heute weiß ich: Das nennt man AUTHENTISCH SEIN.


Als ich mich selbst zu lieben begann,

habe ich aufgehört, mich nach einem anderen Leben zu sehnen

und konnte sehen, dass alles um mich herum eine Aufforderung zum Wachsen war.

Heute weiß ich, das nennt man "REIFE".


Als ich mich selbst zu lieben begann,

habe ich aufgehört, mich meiner freien Zeit zu berauben,

und ich habe aufgehört, weiter grandiose Projekte für die Zukunft zu entwerfen.

Heute mache ich nur das, was mir Spaß und Freude macht,

was ich liebe und was mein Herz zum Lachen bringt,

auf meine eigene Art und Weise und in meinem Tempo.

Heute weiß ich, das nennt man EHRLICHKEIT.


Als ich mich selbst zu lieben begann,

habe ich mich von allem befreit, was nicht gesund für mich war,

von Speisen, Menschen, Dingen, Situationen

und von Allem, das mich immer wieder hinunterzog, weg von mir selbst.

Anfangs nannte ich das "Gesunden Egoismus",

aber heute weiß ich, das ist "SELBSTLIEBE".


Als ich mich selbst zu lieben begann,

habe ich aufgehört, immer recht haben zu wollen,

so habe ich mich weniger geirrt.

Heute habe ich erkannt: das nennt man SELBSTACHTUNG.


Als ich mich selbst zu lieben begann,

habe ich mich geweigert, weiter in der Vergangenheit zu leben

und mich um meine Zukunft zu sorgen.

Jetzt lebe ich nur noch in diesem Augenblick, wo ALLES stattfindet,

so lebe ich heute jeden Tag und nenne es "BEWUSSTHEIT".


Als ich mich zu lieben begann,

da erkannte ich, dass mich mein Denken

armselig und krank machen kann.

Als ich jedoch meine Herzenskräfte anforderte,

bekam der Verstand einen wichtigen Partner.

Diese Verbindung nenne ich heute "HERZENSWEISHEIT".


Wir brauchen uns nicht weiter vor Auseinandersetzungen,

Konflikten und Problemen mit uns selbst und anderen fürchten,

denn sogar Sterne knallen manchmal aufeinander

und es entstehen neue Welten.

Heute weiß ich: DAS IST DAS LEBEN !

(Charlie Chaplin)