Sub im Space und Heavy Metal - Brachiale Töne im Doppelpack – 2. Teil

Weit, weit nach Mitternacht treffen wir uns zu einem leckeren Dessert im Esszimmer. Zuerst begrüsse ich meinen Mann mit einem innigen Kuss. Vier befriedigte, sehr glückliche Gesichter strahlen sich an. Jeder ist auf seine Kosten gekommen und nach vielen Stunden in der Erotik sind wir ausgepowert. Die Lady Nimmersatt kommt mit einer süssen, cremigen Nachspeise aus der Küche. Einen genau passenden Kraftspender hat sie im Vorfeld zubereitet. Mmmmmmhhhh schmelzend lecker. Wir beziehen unsere Schlafstellen und versinken tief in die Träume.

Erst am späten Vormittag kehren wir zögerlich aus dem Tiefschlaf zurück. Zuerst gönnen wir uns ein stärkendes, zeitloses Frühstück, anschliessend treffen wir die Vorbereitungen zum Konzertbesuch. Mr. Nimmersatt verkündet, dass auch ich ein passendes Outfit brauche, und kommt schon mit einem schwarzen Metallica-T-Shirt auf mich zu. Ok, dann stelle ich mich auf den bevorstehenden Metal-Day ein. Mrs. Nimmersatt trägt immer noch demonstrativ das Halsband der O und es sieht so aus, dass mein Mann und die Lady das nicht ändern wollen. Zum Glück sind wir so weit von zu Hause entfernt, dass die Chance, dass wir jemandem Bekannten über den Weg laufen, äusserst gering ist. Wir fahren zum Festival und kommen ohne Stau problemlos durch. Langsam wandern wir zum Gelände und ich höre schon von Weitem die speziellen Klänge. Die beiden Nimmersatts und mein Mann sind in heller Vorfreude. Ich bin gespannt, ob sich durch das Live-Erlebnis, mein Verhältnis zu den harten Klängen ändern kann. Im Moment bin ich offen für alles. Nachdem die Tickets geprüft und unsere Habseligkeiten vom Sicherheitspersonal durchsucht worden sind, betreten wir die Arena. Als ich durch den Einlass trete, bläst es mich fast rückwärts wieder raus. Sehr harte, extrem unharmonische Klänge beleidigen meine Ohren und ich bleibe konsterniert und mit offenem Mund staunend stehen. Ohhh, war das eine dumme Idee. Sofort schütze ich meine Ohren mit Ohrenstöpseln, dass es darin nicht anfängt, zu klingeln. Mit offenem Mund stehe ich da, bin wirklich geschockt und frage laut in die Runde: "Echt, sowas kann man mögen??" Jeder Muskel von Mr. Nimmersatt fängt im harten Rhythmus an zu zucken. Er findet es mega-cool und strahlt über das ganze Gesicht. Ohh Himmel, meine Blues-Seele wird gerade erschüttert, ich kann gar nichts damit anfangen.

So stehe und sitze ich die Zeit aus, höre Sabaton, Gojera und weiss ich nicht was. Mmmhhhhh, das einzige, was ich sehr geil finde, sind die wunderschönen Muskeln an den Oberarmen der Musiker. So ein schöner Bizeps wirkt schlichtweg hoch erotisierend auf mich. Die schönsten Muskeln haben die Musiker der Band Slayer, aber die Musik ist extrem brachial.... so verlasse ich die laute Arena und wandere über das Festivalgelände. Ja, es stimmt, "Metler" sind friedliche Menschen, trotz der heftigen Musik. Nicht ein einziges Mal fühle ich mich unwohl oder irgendwie bedrängt. Es ist und bleibt ein harmonisches Miteinander. Zu viert legen wir uns in eine Wiese, geniessen ein paar Sonnenstrahlen und dösen entspannt vor uns her. Die brachialen Töne sind genug weit von mir entfernt, so kann ich relaxen und die Akku's meiner Energie aufladen, die von der intensiven Erotik letzter Nacht sehr verbraucht worden sind.

Später kehren wir in die Arena zurück. Die anderen drei wollen die Musik hautnah geniessen, wenn sie schon dafür bezahlt haben. Plötzlich verdunkelt sich der Himmel, heftiger Wind setzt ein und dann stehen wir auch schon in einem intensiven Platzregen. Na suuuuuper, auch das noch. Die Nimmersatts haben Plastik-Pellerinas dabei. Gerne nehme ich eine entgegen, damit ich nicht völlig durchnässt werde. Der Sturm wird immer heftiger. Die Veranstalter öffnen die gedeckte Tribüne für alle Gäste, so entsteht ein wildes Pilgern und Treppensteigen, um sich ins Trockene zu bringen. Für meinen Mann ein sehr hartes und anstrengendes Unterfangen. Als wir endlich eine gute Sitzgelegenheit für alle vier gefunden haben, bemerke ich, dass meine Schuhe voller Wasser sind. Bäääähhhhh.

Der Abend schreitet voran und der Hauptact "Iron Maiden" wird angekündigt. Ohhh Mann, bin ich froh, wenn dieses Erlebnis endlich ein Ende findet. Ich werde mich hüten, mit schlechter Laune um mich zu werfen und den anderen den Abend zu verderben. In diese Misere habe ich mich ganz alleine gebracht, die anderen haben ihren Spass. Ich muss gestehen, die Bühnenshow von Iron Maiden ist echt etwas Besonderes. Die begeistert sogar mich. Mit einigen Liedern kann selbst meine Blues- und Rock-Seele etwas anfangen. Trotzdem leide ich still vor mich hin, bete inbrünstig darum, dass ich diese Sache endlich hinter mir habe. In der kühlen Abendluft friere ich in meinen nassen Schuhen und feuchten Kleidern wie ein Schlosshund. Mr. Nimmersatt weicht die ganze Zeit nicht von meiner Seite und versucht mich zu wärmen. Eine sehr nette Geste. Jeder Alptraum geht mal zu Ende, das ist beruhigend. So treten wir den Weg zum Auto und den Heimweg an. Schlotternd bitte ich um die Wagenheizung, so geht es mir etwas besser. Völlig ausgepowert komme ich im Heim der Nimmersatten an, gehe zuerst unter die heisse Dusche und falle ohnmächtig ins Bett. Ich bin definitiv fertig mit dieser Welt. Der letzte Gedanke, der mich in die Träume begleitet: "Mein Entschluss steht fest: Genau 3 x besuche ich ein Heavy-Metal-Konzert: das erste, einzige und letzte Mal! Ich habe es ausprobiert und das ist nicht meine Welt, weder im Radio noch live! NIE WIEDER!!!!" Ich geniesse die herrschende Stille und gleite weg.

Am nächsten Morgen dauert es sehr lange, bis ich aus meinem Erschöpfungsschlaf zurückkehre. Wieder geniessen wir ein ausgiebiges Frühstück und dann zeigen uns die beiden Gastgeber ihren FKK-See. Interessant, aber im Moment ist es zu kühl für FKK und wir sind auch die einzigen weit und breit. Wir legen uns angezogen ins kühle Gras und kuscheln nochmals zu den Tauschpartnern. Gegenseitig heizen wir uns so ein, streicheln, küssen, stimulieren, dass einer nach dem anderen einen geilen Höhepunkt erlebt. Männlein, wie Weiblein. Nun fragen uns die Nimmersatten, ob wir nicht für eine Abmachung zu haben seien. Wir hätten es so geil miteinander und wir könnten es noch steigern. Und dann rücken sie mit ihrem Anliegen heraus: "Wir würden gerne mit euch in unserer Viererkonstellation den Sex unsafe geniessen!" Ich starre die beiden völlig fassungslos an. Jetzt werde ich mit ganz vielen Argumenten bombardiert. Es sei dann wirklich nur zu viert. Keine anderen Personen seien in diesem Kontext involviert, sie würden es so gerne mit uns teilen. Sie versprechen uns hoch und heilig, dass es nur unter uns stattfinden wird. Es sei ja problemlos und safe, denn wir sind alle gesund, etc. etc. Immer wieder komme ich mit Gegenargumenten, mir ist bei der Sache alles andere als wohl. Wir kennen uns ja kaum und jemandem seine ganze Gesundheit anzuvertrauen, den man im Grunde überhaupt nicht kennt, ist doch völlig irre. Swingen und Unsafe gehen grundsätzlich nicht miteinander. Sie argumentieren auf's Neue, dass sie uns hoch und heilig versprechen, es ausschliesslich mit uns zu machen und sich strikt daran zu halten. Sie treffen sich mit extrem wenigen Paaren und Tauschpartnern. "Wir geniessen einige Tauschpartner. Was ist, wenn bei einem Kontakt das Kondom mal verrutscht oder kaputt geht?" bohre ich unerbittlich weiter. Die beiden antworten: "Dann wird es sofort mitgeteilt!" Meine Skepsis ist allgegenwärtig!!! Boaahhh, was soll das.... ich schaue meinen Mann an. Er flüstert mir zu: "Das wäre doch so geil!" Aber dumm, rast es durch meine Gedanken. Endlos diskutieren wir. Schlussendlich steht es 3:1 gegen meine Meinung. Mein Tauschpartner versichert mir, dass er meine Gesundheit und diese Abmachung niemals auf's Spiel setzen würde und dass strikte Ausschliesslichkeit bestehen würde. Ja, ich weiss, unsafe Sex ist etwas extrem Befriedigendes. So kommt es tatsächlich, dass mich ihr Enthusiasmus mitreisst und ich dem Deal schlussendlich zustimme. Mein Bauch rebelliert! Neugierde besiegt in diesem Moment Vorsicht. Schwanger können beide Ladys definitiv nicht werden! Wir versprechen uns hoch und heilig, dass wir nur zu viert ohne Kondom Sex teilen und sofort melden, sollte es irgendwo bei einem anderen Paar Unstimmigkeiten mit dem Safe geben. Ich schaue, während der Abmachung, den beiden Nimmersatten tief in die Augen und sie halten meinen Blick und weichen nicht aus. Beruhigend.