Inselleben

Wir leben zusammen, geniessen die vollumfängliche Einsamkeit und Freiheit auf der Insel. Die Nimmersatten halten sich tadellos an die Regeln und wir haben ein absolut stressfreies Miteinander. Als Team arbeiten wir bravurös und effizient zusammen, die Stärken jedes Einzelnen ergänzen sich sensationell. Ich muss mir selber eingestehen, ich fühle mich in der Gruppe sehr wohl. Langes Ausschlafen schätzen alle. Wir haben 19 - 20 Stunden Tageslicht zur Verfügung. Unser Tages-Rhythmus besteht aus spätem Aufstehen und Aktivitäten bis weit in die Nacht hinein. Vor Mitternacht gehen wir nie zu Bett. Zu viert unternehmen wir Tagesausflüge mit dem Kanu. Beide Männer sind sehr gute Paddler. Mein Mann als erfahrener Kanufahrer sitzt immer im Heck, schiebt uns kräftig über den See und steuert das Kanu zuverlässig. Mr. Nimmersatt sitzt vorne und sorgt mit Ausdauer für ein gutes Vorwärtskommen des Bootes. Wir Ladys werden sehr verwöhnt, sitzen in der Mitte, müssen nicht paddeln und sind mit Fotoapparaten bewaffnet. Lady Nimmersatt stürzt sich freiwillig auf kein Paddel mehr. Der erste Ausflug hat ihr hartnäckigen Muskelkater beschert. Ich bin der Meinung, ein bisschen Schadenfreude darf ich schon ausleben. Auf den Touren entdecken wir wundervolle Seelandschaften, eine überwältigende Natur, Elche, Otter, Seeadler und einmal fangen wir doch tatsächlich einen Hecht, der schlussendlich auf der Feuerstelle gebraten wird. Frischer kann ein Fisch definitiv nicht sein.

Das Thema Swingen ist sehr, sehr interessant für mich. Keiner der anderen fragt jemals in die Runde, ob Lust auf Partnertausch vorhanden sei. Selbst mein Mann nicht. Alle schweigen. Die einzige, die das macht, bin ich. Wenn ich Lust habe, frage ich! Es fühlt sich an, als ob alle auf das Startzeichen der "Queen" warten. Kaum kommt meine Frage, sind die anderen Feuer und Flamme. Meistens ziehe ich mich mit Mr. Nimmersatt in die Saunahütte zurück, polstere dort die Liegen mit Badetüchern und wir haben richtig geile Begegnungen. Grossartiger Oralsex wird mir geschenkt und dann teilen wir ausdauernden, wilden Sex. Mir selber behagt es in der Saunahütte sehr, denn es kann alles problemlos gereinigt werden. Mein Bett bleibt sauber und wird niemals mehr von der Lady Nimmersatt berührt. Mein Mann kann seine Sub in der Tauschzeit vollauf geniessen, denn in der Wildnis interessiert das laute Organ der Lady niemanden. Wir tauschen niemals die ganze Nacht, aber doch mehrere Stunden. Während dieser Tauschzeit wechseln sich Sex und Erholungszeiten ab, wir geniessen mehrere hemmungslose, wilde, hoch erotische Runden nacheinander. Die Begegnungen sind genauso befriedigend und geil, wie die bereits erlebten.

Mit meinem Mann geniesse ich die Erotik meistens im Bett, fast immer haben die Nimmersatten gleichzeitig Sex... nebenan in ihrem eigenen Bett. Damit gehen wir alle völlig locker um. Zweimal fahren mein Mann und ich zu zweit mit dem Kanu los und geniessen an einem einsamen Ufer lustvollen, lauten und hemmungslosen Outdoorsex an der warmen Sonne. Ein besonderes und sehr wertvolles Erlebnis in der einsamen Wildnis. Das Schöne, an den Ufern der Seen weht ein angenehmer Wind und die Mücken bleiben mir hier weitgehend fern. Ein grosser Vorteil beim Outdoorsex.

Eines Abends fahren wir wieder zu zweit mit dem Kanu los. Wir gleiten auf den See und erleben eine unglaubliche Stimmung. Windstill, glatt, wie eine Glasscheibe präsentiert sich die Wasseroberfläche. Alles spiegelt sich perfekt wieder, die Uferlinie verschmilzt komplett zu einem lupenreinen, wunderschönen Bild. Selbst die Wolken sehe ich eins zu eins auf der Oberfläche..... glasklar. Wir erleben eine magische Märchenwelt, die uns den Atem raubt. Ich drehe mich zu meinem Mann um und sage: "Mein Schatz, wir haben uns heute Abend für Partnerzeit entschieden, aber das bringe ich nicht über's Herz. Sowas ist unglaublich und einmalig. Es soll heute Abend uns allen gehören. Komm, dreh um! Wir holen die beiden, sie sollen das auch erleben dürfen." Er gibt mir recht und paddelt zurück.

Perplex schauen uns die beiden an, als wir schon wieder die Uferböschung hochklettern. "Lasst alles stehen und liegen und kommt mit! Das müsst ihr sehen!" Zuerst tun sie ein bisschen kompliziert, aber dann sitzen wir zu viert im Kanu und fahren los. Für mich ist es extrem interessant, zu beobachten, wie die zwei völlig verzaubert auf das Wasser schauen und ungläubig die Bilder in sich aufsaugen. Normalerweise sind beide extrem unterhaltsam und quasseln gerne, jetzt hört man keinen Ton. Über zwei Stunden gleiten wir durch die Zauberwelt, umhüllt von absoluter Stille. Wir waren schon öfters an Orten, fernab der Zivilisation, aber eine so gewaltige Stille hat keiner von uns je in seinem Leben wahrgenommen. Mit allumfassender Ruhe und einem immensen Frieden in jedem einzelnen von uns legen wir bei der einsetzenden Dämmerung am Ufer an. Die Bilder auf dem See erlöschen langsam, unsere Gedanken werden das Erlebte niiiieeee mehr vergessen. Schweigend und leise machen wir uns bettfertig und sinken in wunderschöne Träume.

Der Wettergott des hohen Nordens war mir auf der Insel höchst wohlgesonnen. Uns allen wurden wunderschöne, sonnige, warme Tage geschenkt. Nur an zwei Tagen war es grau und etwas kühl, alle anderen waren perfekt. Die Zeit ist leider vorüber, wir stehen etwas wehmütig mit dem Gepäck am Ufer und beobachten das Wasserflugzeug, das pünktlich auf dem See landet. In der Hand halte ich für den Rückflug das homöopathische Reisemittel, auf Erbrechen habe ich keine Lust mehr. Unsere Vorräte sind perfekt aufgegangen. Ausser zwei Kilo Kartoffeln, 1/2 Kilo Reis, drei Zwiebeln, etwa 300 g Getreideflocken und etwas Tee ist alles vertilgt, ohne je Hunger haben zu müssen.

Wir umarmen uns und die beiden Nimmersatten schwärmen aufrichtig: "Das sind unsere allerschönsten Ferien gewesen, die wir je erleben durften. Wir danken euch für die herrliche und sehr geile Zeit!" Sie drücken uns ganz fest und ich bekomme von beiden innige Küsse! Auch ich bedanke mich für das faire Zusammensein. Für mich ist aber eines klar: ich möchte mit den beiden nicht mehr in den Urlaub! Sie sind uns nach den anfänglichen Übergriffen extrem zuvorkommend begegnet, es war ein gutes Zusammenleben. Safer-Sex war kein Thema mehr. Immer hatte mein Tauschpartner sich korrekt geschützt. Trotzdem gibt mir das Zusammensein mit Mr. Nimmersatt ausser der erotischen Seite nicht viel. Wir leben auf verschiedenen Planeten.... Universen voneinander entfernt. Lady Nimmersatt war eine sehr grosse Bereicherung bei der Verpflegung der Gruppe. Wir zwei Ladys wechselten immer ab. Einmal hatte sie frei, konnte an den gedeckten Frühstückstisch, am nächsten Tag genoss ich dieses Privileg. Auch das Abendessen bereiteten wir an einem Abend zu zweit zu, an einem anderen Abend kochte ich ein Rezept aus meinem Menü-Repertoire, am nächsten zauberte sie eine Spezialität aus dem Nimmersatten-Kochschatz. Sie verblüffte mich mit einer sehr kreativen und Insel-Praxis-orientierten Küche. Im Zusammenleben benahm sie sich nach dem ersten Eklat super vorbildlich, aber ihre dunkle Ader gefällt mir trotz allem nicht sonderlich. Für eine tiefe mentale Ebene reicht es bei mir nicht. Was wir schlussendlich nach unserer Rückkehr daraus machen, wird sich zeigen, aber ein weiterer gemeinsamer Urlaub ist für mich ausgeschlossen.

Ein Umstand hat sehr befreiend, entspannend und entschleunigend auf jeden einzelnen ausgewirkt. Das Fehlen jeglicher Medien und aller virtuellen Welten hat unsere Seelen, Körper, Gedanken, Psychen ausschliesslich positiv beeinflusst. Alle sind in diesen Tagen deutlich ruhiger und ausgeglichener geworden. Wir fühlen uns geerdet, mit dem Wesentlichen verbunden und ausgeruht, als wir in die Zivilisation zurückkehren. Solche Auszeiten muss man sich in der einen und anderen Weise öfters gönnen, das hilft, im hektischen Alltag den Boden nicht zu verlieren. Eine gute Erkenntnis!!