Heisse, wilde Nächte, Tage im Ehekriegsgebiet

Das Oststurm-Paar ist ja zufällig in unser Leben gestolpert. Bei unserem ersten Swingerclubbesuch (20.03. 2018) landeten wir mit den zwei auf unserem Hotelzimmer und letzten Herbst (29.11.2018) besuchten sie uns in der Schweiz. Er war der erste Herr, mit dem ich ganze Nächte verbracht habe. Jedes Mal war es eine wilde, aber auch eine turbulent-anstrengende Zeit. Wir haben schon vor Monaten eine Einladung in ihr trautes Heim erhalten. Da sie sehr weit weg wohnen, bedarf es eines grösseren Zeitrahmens und einer aufwendigeren Planung! Nun ist es soweit. Wir kehren dem Alltag den Rücken zu und fahren in den wilden Osten.

Eine problemlose, staufreie Fahrt wird uns geschenkt und, genau wie vom Navi vorausgesagt, lenken wir das Auto pünktlich auf ihren Privatparkplatz. Wir stehen mitten in einer netten, charmanten, gepflegten Ansammlung von Reihen- und Einzel-Einfamilienhäusern. Kaum sind wir ausgestiegen, werden wir vom Gastgeber in Empfang genommen. Nüchternheit macht sich sofort in mir breit, denn Herzlichkeit zeigt sich definitiv anderes. Mein Mann und ich schauen uns mit zuckenden Achseln an und Fragezeichen schweben über unseren Köpfen. Extrem kühl begrüsst uns Herr Oststurm und wir werden nach hinten in den Garten geführt. Dieser Garten ist auffallend ordentlich gepflegt, ein perfekt geschnittener Rasen, die Blumen und Sträucher sind akkurat angeordnet. Mitten in dieser Pracht steht ein hübsch gedeckter Tisch. Aus der Tür kommt die Oststurm-Lady mit einem schweren Tablett. Sie begrüsst uns sehr freundlich und strahlt über das ganze Gesicht. "Kommt, setzt euch hin. Schön, dass ihr hier seid. Jetzt essen wir mal was Leckeres. Ihr habt sicher Hunger nach der langen Fahrt!" Ihr Mann schweigt. Wir setzen uns und werden erst mal verköstigt. Ich stelle fest, wenn die zwei Gastgeber ihre Blicke begegnen lassen, funkeln sie sich böse an und herbe, negative Energie strömt zwischen den beiden. Obwohl der Tisch bereits voll ist, entschuldigen sich beide kurz und gehen ins Haus. Sofort ergreife ich die Gelegenheit und spreche mit meinem Mann. Er meint: "Ja, da müsste man schon ein dicker Betonklotz sein, um diese Missstimmung nicht wahrzunehmen!" Wir vereinbaren, wenn das nicht besser wird, haben wir einen Notfall zu Hause und müssen morgen dringend heim. Dann ziehen wir hier Leine......... definitiv.

Die Gastgeber kehren mit Getränken und weiteren Speisen zurück und die Stimmung ist ein bisschen entspannter. Herr Oststurm fängt mit mir an zu plaudern und ist freundlich. Nach dem Essen holen wir unser Gepäck aus dem Auto und tragen es ins Haus. Nun sehe ich auch das traute Heim der Gastgeber. Wow, ein echt hübsches Haus, extrem gepflegt und mit viel Liebe eingerichtet. Die Lady fragt mich, ob ich wieder mit ihrem Mann übernachten möchte. Ich antworte: "Tauschen wir mal und dann schauen wir, wie es uns allen behagt. Solange es für alle stimmig ist, bleiben wir und sonst holen wir den Partner wieder bei einem passenden Moment zurück! Ist das ok?" Alle sind damit einverstanden. So folgt mein Mann der Lady Oststurm ins eheliche Schlafzimmer und der Herr führt mich ins Gästezimmer. Kaum ist die Türe zu, erhellt sich die Miene des Herrn Oststurm! Sehr charmant und freundlich nimmt er mich bei den Händen und küsst mich. "Ich freue mich so sehr auf Dich!" gesteht er. Trotzdem möchte ich wissen, was vorher war und ich spreche ihn direkt darauf an. Er antwortet: "Tja, wir hatten heute grossen Streit. Nichts, aber auch gar nichts kann man der Frau recht machen. Egal, Schwamm drüber, lass uns über was Schöneres sprechen und vor allem, was viel Schöneres tun!" Ein verschmitztes Lächeln wandert über sein Gesicht. Er zieht mich zu sich und ganz gefühlvolle Hände wandern über mein Kleid. Bevor ich ganz ins Fühlen hineingleite, geht mir ein Gedanke durch den Kopf, ohne ihn auszusprechen: "Ich hoffe und wünsche, dass mein Mann Herr der Lage ist und richtig Spass haben kann!" Es beruhigt mich, dass wir zum eigenen Partner zurückkehren können, sollten wir es wollen.

Ich lasse mich auf den Tauschpartner ein. Intensiv küssen und streicheln wir uns. Wie ich ihn schon erlebt habe, berührt er auch jetzt traumhaft schön. Er zieht mir das Kleid aus und legt mich auf das Bett. Viele Handtücher liegen bereit und ich muss schmunzeln. Ja, er kennt mich bereits sehr gut. Nach und nach wandern seine Hände zwischen meine Schenkel und stimulieren sehr zart die Schamlippen. Mit viel Zeit gleitet er Zentimeter für Zentimeter zum Eingang der Vagina, massiert hier gekonnt weiter und erst als er spürt, dass ich deutlich nass werde, versinkt ein Finger vorsichtig in meiner Weiblichkeit und berührt mehr und mehr die inneren Lustpunkte. Die Erregung schiesst in den Himmel. Mein Unterleib bewegt sich seinem Finger gierig entgegen. Langsam zieht er ihn fast zur Gänze hinaus, nimmt einen zweiten dazu, schiebt beide in Zeitlupe tief hinein. Sehr tief, ohne einen unangenehmen Druck am Eingang zu erzeugen. Meine Libido jubelt, mein Körper zittert gierig und die Lust rast durch den Körper. Er massiert so gefühlvoll, mit Zeit und wortwörtlich mit viel Fingerspitzengefühl. Wieder ein irre schönes Geschenk, das meinen Körper fliegen lässt. Die Woge steigt, steil nach oben, türmt sich auf..... weiter und weiter.... Mein Körper zittert völlig haltlos. Ohne Druck gleiten die Finger aus mir, umkreisen seidenweich den Kitzler und mein weiblicher Vulkan explodiert hemmungslos. Der Lustsaft spritzt mit der Entladung der angestauten Energie aus der pulsierenden Vagina. Der Orgasmus raubt mir den Atem und löst ein regelrechtes Schütteln aus. Dieses Spiel wiederholt er gekonnt viermal. Mein Körper geht jedes Mal bedingungslos mit. Es ist ein Hochgenuss!! Um mir mal eine Pause zu gönnen, setze ich mich auf, streichle sanft über sein bestes Stück und küsse die Spitze. Ich schenke ihm einen ausgiebigen, gefühlvollen Blowjob, den er extrem geniesst. Er bittet mich auf die Knie zu gehen, denn er möchte so gerne Sex im Doggystyle. Ohhh yes, willig und gierig halte ich ihm meinen Hintern hin. Er versinkt tief in meiner Weiblichkeit. Nach meinem letzten Erlebnis bin ich wachsam. Meine Hand tastet nach seiner Peniswurzel. Erst als ich ein gut sitzendes Kondom erfühle, lasse ich los und geniesse. Geschickt und gefühlvoll bewegt er sich in mir und lässt meinen Unterleib wunderbar summen. Seine geilen Stösse steigern das anfängliche Summen zu einem immer heftigeren Pulsieren. Seine Hände gleiten über meinen Rücken und die Rundungen des Po's, während sein Penis hoch stimulierend rein- und rausgleitet. Dann hält er mich am Becken und stösst wilder und härter, um anschliessend wieder ins Gleiten zu wechseln. Solche Wechselspiele sind ein absoluter Hochgenuss und meine weibliche Libido jubelt. Fest an sich gedrückt und tief in mir versunken, lässt er uns beide seitlich auf die Matratze sinken. Ohhh wow, nun hebt er meinen oberen Schenkel und wir geniessen den Sex seitlich von hinten. Mit der Hand kann ich so sanft die Schamlippen und Klitoris streicheln. Das ist so unglaublich intensiv, dass die erotische Energie wieder in alle Sphären steigt und ich anfange zu fliegen. Mehr und mehr..... Kaum rase ich auf Highlevel dahin, gleitet er ganz langsam aus meiner Muschi. Mein Inneres zerspringt, der Orgasmus rast über mich, das Squirting rauscht aus meiner Weiblichkeit. Er dreht mich auf den Rücken, legt seinen Körper auf meinen und küsst mich. Als er merkt, dass ich wieder etwas durchgeatmet habe, schiebt er langsam meine Schenkel weit auseinander. Während er wieder gefühlvoll in mich eindringt, nimmt er in einer fliessenden Bewegung meine Beine auf seine Schultern. Ein ganz langsamer Rhythmus bestimmt seine Bewegungen. Er steigert das Sanfte zu fordernden Stössen. Ohhh Himmel, lässt das meine Erregung entflammen. Immer intensiver, am Schluss hebe ich ihm das Becken entgegen und reibe meine Weiblichkeit gierig an seinem Becken, während ich seinen Penis an meinen inneren Lustpunkten geniesse. Das Blut pulsiert, die Energie rauscht wie wild. Dieses Mal erschüttert mich tief im Innersten ein brummender, ganz besonderer Höhepunkt. Ausdauernd und verspielt will mein Tauschpartner mehr und mehr. So, wie er agiert, nimmt er meinen Körper vollständig mit. Irgendwann liegen wir völlig ausser Puste, aber tief befriedigt auf den Matratzen. Es sind Stunden vergangen.

Als ich mich duschen gehe, höre ich ganz sanfte Sexgeräusche aus dem Schlafzimmer. Also geht es meinem Mann scheinbar gut. So kehre ich zu meinem Tauschpartner zurück und wir lassen uns in die Träume fallen. Nach einer kurzen Schlafphase ist Herr Ostwind wieder voller Tatendrang und lockt meine weibliche Triebhaftigkeit. So, wie er das macht, lasse ich mich gerne wecken. Intensiv beschenken wir uns gegenseitig mit einem oralen Liebesspiel. Seine Finger stimulieren meinen Anus und das Spiel erregt mich extrem. Sachte dreht er mich auf den Bauch und dringt gefühlvoll und gekonnt anal in mich ein. Ich liege mit der Muschi auf meiner flachen Hand. Während er mich in den Po stösst, bewege ich mich erregend auf der Hand und die Fingerkuppen pulsieren lockend am Eingang der Vagina. Ohhhh, ist das geil. Ich erlebe einen erfahrenen, sehr geschickten Sexpartner, der von allem extrem viel versteht: Hände, oral, Stellungen und Analsex. Ich spüre nur noch pure Lust, hemmungslose Begierde und sphärische Geilheit. Stoss um Stoss treibt er mich auf den Point-of-Return zu. Mein Atem stockt, mein Körper zittert, ..... Stoss-Stoss. ... kawumm........, orkanartig tobt der nächste Orgasmus los. Der Lustsaft plätschert über meine stimulierende Hand und nässt sie vollständig ein. Ich bin high. Herr Oststurm treibt meinen Körper weiter, lässt ihn fliegen und weiter explodieren. . Es ist so geil. Jetzt spüre ich auch ein deutliches Pulsieren und Steigen seiner Energie. Er stösst wilder und wilder..... sanft stöhnend drückt er ein letztes Mal tief in mich und ergiesst sich in seinem Orgasmus. Es ist bereits früher Morgen, als wir nochmals in erholsamen Schlaf fallen.

Ich erwache, weil mein Tauschpartner aufsteht und sich anzieht. Erstaunt frage ich, was er vorhabe. Er gehe Frühstück machen? Ich schaue auf die Uhr, es ist 8.00. "So früh??" frage ich müde. Eigentlich würde ich gerne helfen, aber es ist noch früh und mehr als vier Stunden Schlaf habe ich nicht abbekommen. Etwas rücksichtslos drehe ich mich um und döse noch eine Weile. Um 9.00 Uhr betrete ich die Küche und staune. Ein wunderbar bedeckter Frühstückstisch, der keine Wünsche offen lässt, präsentiert sich mir. Herr Oststurm agiert immer noch fleissig in der Küche. Ich wünsche ihm einen guten Morgen und frage, ob er alles alleine hergerichtet habe. Er nickt und ich habe ein schlechtes Gewissen, weil ich zum Helfen zu faul war. Mein Mann kommt aus der Dusche und wir küssen uns innig zur Begrüssung. Eine zerzauste Oststurm-Lady stolpert aus dem Schlafzimmer, sagt ein kurzes Guten-Morgen und verschwindet im Bad. Später kommt sie ladylike aufgebrezelt zu uns. Wir setzen uns an den Tisch, während wir vom Herrn einen frisch aufgebrühten Tee bekommen und er sich ebenfalls hinsetzt. Ich bedanke mich bei ihm für alles, das tolle Frühstück und den heissen Tee. Mir fällt auf, dass das Oststurm-Paar keine einzige Zärtlichkeit untereinander austauscht und sich keinen guten Morgen wünscht. Eisige Kühle herrscht zwischen ihnen. Plötzlich sagt Lady Oststurm: "He, Du hast den Zucker vergessen. Wieso musst Du so nachlässig sein? Das machst Du nur, um mich zu ärgern!" Betreten beobachten wir, wie der Mann aufsteht und ihr den Zucker holt. Sie würdigt ihn keines Blickes, als er die Dose hinstellt, widmet sich dem Frühstück und plaudert munter mit uns. Mir bleibt der Mund offen stehen. Jetzt hat er uns ein so reichhaltiges Frühstück zubereitet und so wenig Wertschätzung wird ihm entgegen gebracht!? Nebst dem, dass ich schnell stillschweigend den Zucker geholt hätte, wäre ich seine Partnerin. Etwas verhalten fange ich an zu essen. Die Lady ist wieder locker und gesprächig. "Heute zeigen wir euch beiden unseren Lieblings-FKK-Badesee! Da treffen wir sicher auch unsere Freunde! Das wird ein richtig schöner, sonniger Tag!" Auch der Tauschpartner lächelt und sagt: "Passender kann die Badesaison nicht eröffnet werden!" Ich wechsle einen kurzen Blick mit meinem Mann. Es sieht so aus, als ob wir bleiben und mal schauen, was die nächsten Stunden mit sich bringen.

Es ist schon erstaunlich. Ich helfe den Tisch abzuräumen, Lady Oststurm bleibt sitzen und unterhält sich angeregt mit meinem Mann. Ihr Mann geht mit einer grossen Tasche Richtung Schlafzimmer und ich suche im Gästezimmer Sonnencreme und Badeschlappen aus unserem Gepäck. Mit allem (Liegedecken, Sonnencreme etc.) geht Herr Oststurm Richtung Auto. Jetzt bewegt sich auch die Lady. Staunend beobachte ich die ganzen Verhaltensweisen. Herr Oststurm hat alles Benötigte, inkl. Kühltasche mit Getränken und kleinen Snacks ins Auto geladen. Zu viert fahren wir zum See. Unendlich viele Autos stehen auf den grosszügigen Parkgelegenheiten und wir brauchen eine Weile, bis wir ein freies Plätzchen finden. Gediegen spazieren wir dem See entlang, der wunderschön in der Sonne glitzert. Überall tummeln sich nackte Menschen. Ich habe ein Jahr zuvor das FKK für mich entdeckt und ich mag diese Freiheit. Es hat wirklich gar nichts mit Sexualität zu tun, denn bis ich einen wirklich attraktiven Menschen in einem Meer aus nackten Leibern finde, grenzt das schon an ein Wunder. Aber das Gefühl von absoluter Freiheit, fern jeglicher Zwänge ist für mich ein Geschenk. Ganze Familien liegen an der Sonne, die Kinder spielen nackt, aber völlig natürlich miteinander. Auf dem Weg zum Lieblingsplätzchen der Gastgeber erklärt uns Lady Oststurm, dass sie sich hier mit ihren FKK-Freunden fast jedes sonnige Wochenende treffen. Es seien wirklich nur Freunde, keine Swinger, mit denen sie aktiv sind. In dieser Hinsicht sollen wir zurückhaltend sein. Meistens fliesse der Alkohol doch etwas üppig und es sei immer sehr lustig. Ok, jetzt bin ich gespannt. Wir erreichen den Zielort. Einige Paare haben ihre Decken schon ausgebreitet und liegen relaxt an der Sonne. Wir stellen uns gegenseitig vor und werden von allen herzlich in die Runde aufgenommen. Mein Mann und ich suchen uns einen schattigen Ort, wir wollen mit unseren weissen Körpern nicht an der prallen Sonne liegen. Die Gruppe besteht aus intensiven Sonnenanbetern, so sind wir automatisch ein bisschen am Rande platziert. Zuerst beobachten wir die Menschen, verfolgen interessiert die Gespräche. An den speziellen Slang muss ich mich echt gewöhnen, denn untereinander sprechen alle sehr schnell und eben im eigenen Dialekt. Eine freundliche und ausgelassene Stimmung herrscht. Sehr schnell merke ich, dass es sich hier ganz klar um Swinger oder Clubbesucher handelt. Von wegen nur Freunde. Erstens sind an diesem Teil des See's keine Kinder, zweitens die Art und Weise der Gespräche zeigen mir eindeutig, dass das keine Muggels sind. Nach einem Jahr in der Szene und nach einer Woche Swingerurlaub, erkenne ich sehr genau, wer einen Einblick in die erotische Welt hat und wer wirklich Muggel ist. Zwei, drei Herren zeigen deutlich Interesse an mir. Aber ich lasse das Ganze auf sich bewenden. Ist ja eh egal. Wir verbringen einen wunderschönen Tag am See, erleben die Gastgeber in einer aussergewöhnlich friedlichen, harmonischen Stimmung und haben nette Menschen um uns. Eines beobachte ich: unsere Gastgeber tauschen keinerlei Zärtlichkeiten aus. Niemals entsteht Augenkontakt oder ein Berühren der Hände, geschweige denn ein Kuss. Einfach nebeneinander sitzen und sich mit den Freunden beschäftigen. Wenn die Lady was will, holt ihr Mann das gewünschte. So ist es scheinbar zwischen den beiden geregelt .

Der Tag nimmt seinen Lauf. Wir geniessen lustige Gespräche, mal ein kurzes mutiges Eintauchen in das sehr kalte Wasser, ein angepasstes Aufwärmen an der Sonne, um dann wieder in den schützenden Schatten zu gehen. Den einzigen Menschen mit Bikini, den ich heute entdecke, ist ein sehr grosser Mann, der als Transvestit mit Damenperücke, sehr auffällig geschminktem Gesicht und auf unbequemen Stöckelschuhen über den unebenen Boden wackelig balanciert. Ein sehr sonderbarer ungewohnter Anblick, den ich auf mich wirken lasse. Alle Leute am See reagieren gar nicht. Scheinbar ist er ebenfalls Dauergast. Meinem Mann stellt es alle Haare auf. Er verurteilt definitiv nichts, aber diesen Fetisch kann er als Hetero überhaupt nicht verstehen.

Am Abend haben schon einige genügend Bier intus. Wir verabschieden uns und verlassen die ausgelassene Runde. Der erste Besuch an einen FKK-See war in jeder Hinsicht ein voller Erfolg. Mit den Gastgebern fahren wir zu ihrem Lieblings-Italiener. Ein wirklich wunderschönes Restaurant, das sich an einen kleinen romantischen See kuschelt. Das Essen ist phantastisch, eine sehr gehobene Küche.... so lecker. Mitten im Essen kippt die Stimmung von einer Sekunde auf die andere. Das Paar faucht sich kurz an und verbleibt den Rest des Essens in missmutiger, komplett negativer Laune. Himmel, wir bekamen gar nicht mit, was diesen Umschwung herbeigeführt hat, aber es ist echt mühsam. So ein schöner Tag...... bumm-aus-fertig und wir sind in der Miesepeter-Stimmung. Auf der Rückfahrt sitze ich mit der Lady hinten im Auto und sie plaudert wieder freundlich mit mir. Im Laufe des Gespräches erklärt sie mir, dass sie eine sehr begehrte, junge Dame gewesen sei und sie sich dann für ihren Mann entschieden habe. Sie erzählt ein bisschen von ihren gemeinsamen Lebenskämpfen. Ja, wie viele Menschen haben sie alles (das Häuschen mit Garten, den Wohnwagen, das eigene Geschäft) mit viel Herzblut und Fleiss hart erarbeitet. Darauf sind beide sehr stolz und dürfen es definitiv auch sein. Am Schluss betont sie, dass sich ihr Mann sehr glücklich schätzen könne, dass sie sich für ihn entschieden habe. Ehrlich gemeint antworte ich: "Das beruht aber auf Gegenseitigkeit!" Sie fragt verwundert: "Was meinst Du damit?" Jetzt kann ich meine Meinung nicht zurückhalten. Trotzdem werde ich nicht unhöflich: "Ich sehe eine sehr verwöhnte Diva, die das Tun des Gegenübers nicht immer zu schätzen weiss. Wenn ich so ein schönes Frühstück bekomme oder jemand etwas für mich tut, schätze ich es sehr und bedanke mich!" Zuerst schaut sie mich nur an. Ich sehe ihren Kampf zwischen Verwunderung und leichtem Ärger. Salopp antwortet sie: "Das habe ich mir schlichtweg verdient!" Ich sage nichts mehr dazu. Tja, gegenseitige Achtsamkeit, Respekt und Wertschätzung sind für mich ein wichtiges Gut..... und zwar erwarte ich es von allen beteiligten Menschen.