Erstes privates Treffen

Es ist einige Zeit vergangen, seit wir unser erstes Kennenlern-Date hatten: Kaffee trinken in einem Gartenrestaurant. Wie abgesprochen haben wir über Mail Kontakt gehalten. Alle vier können sich vorstellen, gemeinsam in die Erotik zu versinken und so haben wir ein Treffen bei uns vereinbart.

Jetzt bin ich aufgeregt, bereite ein kleines Essen vor und löse das Problem mit dem Dresscode. Ich trage ein kurzes Kleidchen, halterlose Strümpfe und Highheels. Das Wetter ist super, so können wir unsere lauschige Dachterrasse geniessen. Wir haben das grosse Privileg, eine komplett uneinsehbare Dachterrasse zu besitzen, die wir auch gerne in unserer zweisamen Erotik nutzen.

Das Paar kommt pünktlich, wir begrüssen uns herzlich und küssen uns, um mal von unseren Tauschpartnern einen Vorgeschmack zu bekommen. Wir setzen uns zusammen an die Sonne, stärken uns am zubereiteten Essen und plaudern. Die zwei bewegen sich seit drei Jahren aktiv in der Swingerszene, dafür kommen sie mir sehr, sehr zurückhaltend vor. Nach einer Weile übernehmen wir die Führung, spielen ein bisschen mit den beiden, ich animiere die Lady, mit mir zusammen ein bisschen mit den Sinnen der Herren zu spielen. Diese Idee kommt mir spontan, als ich eine Lösung suchte, die Situation etwas aufzulockern. Ich hole Seidentücher und verbinde den Herren die Augen. Dann flüstere ich der Lady ins Ohr: "So wir streicheln jetzt mal unsere Männer und sie müssen rausfinden, welche Lady ihn gerade berührt!" So spielen wir, streicheln, küssen, massieren und die Sinne der Männer sind gefordert. Wir Ladies ziehen sie auch nach und nach aus und stellen fest, beide Herren finden es offensichtlich erregend, was wir mit ihnen tun.

Ja, jetzt sind wir alle locker. Es wird kühler und wir ziehen zum Weiterspielen ins Haus um und machen es uns auf zwei nebeneinander liegenden Matratzen bequem. Mein Tauschpartner ist lieb und nett, aber etwas temperamentlos, ohne meine Initiative läuft gar nichts. Ok, was soll's, dann führe ich. Wir kuscheln, küssen und streicheln uns. Kaum werde ich konkreter, kommt schon sein Höhepunkt. Ok, das war scheinbar ein bisschen viel von meiner erotischen Energie. Wir setzen uns zusammen auf die Matratze und schauen unseren Partnern zu. Seine Lady geniesst das ganze Temperament meines Mannes, erlebt richtig heissen Sex und fliegt von Höhepunkt zu Höhepunkt. Nach Atem ringend flüstert sie, sie brauche dringend eine Pause. Völlig erschöpft kuschelt sie zu ihrem Mann und sagt, sie würde uns gerne zuschauen. Mmmmhhh, mein Mann ist ja noch voll im Saft und ich bin bis jetzt maximum etwas angeheizt worden. Mein Mann zieht mich zu sich, küsst mich, erregt mich und wir haben richtig guten, heissen Sex miteinander.... lange, innig, intensiv. Etwas haben wir bei den drei Erfahrungen (Privatparty, Swingerclubbesuch und beim heutigen privaten Date) festgestellt.: Wir beide haben überhaupt kein Problem, Sex vor anderen Menschen zu haben, ich kann, wenn es mir gut geht, völlig loslassen und ins absoluten Fühlen versinken. Zuschauer sind mir egal, die törnen mich weder ab noch an, ich blende sie einfach aus.

Am Schluss bedanken sich die zwei für die supererotische Zeit. Es sei für sie ein Genuss gewesen, zuerst das Spielen, dann der Sex (ok mind. für die Lady) und dann das "Zuschauen-dürfen"! Sie finden es wahnsinnig, wie locker wir mit der Sexualität umgehen. Gerne treffen sie sich mit uns zu einem weiteren erotischen Spiel. Ok, wir fassen dies als Kompliment auf.

Ich habe festgestellt, ich kann in der Erotik sehr gut führen (das ist eine grosse Stärke von mir). Ich kann grosse Erregung in meinem Gegenüber auslösen, grosses Vertrauen in mein Tun erreichen. Mich selbst erregt diese Art des Spiels nicht sonderlich, ich mache tagtäglich in meinem Beruf nichts anderes, als vertrauensvoll zu führen, die Kontrolle immer zu behalten. In der Erotik gebe ich lieber ab, lasse mich gerne phantasievoll überraschen..... möchte erobert, verwöhnt, begehrt werden. Ja, ich liebe es, durch das Liebesspiel geführt zu werden.

Als wir wieder alleine sind, sprechen wir über das Erlebte. Wir stellen fest, dass wir doch ein ausgesprochen intensives und temperamentvolles Sexualleben in unserer fast 20-jährigen Monogamie geführt haben. Trotz der Umstände, dass wir Zeiten erlebt haben, in denen der Sex in unserem harten Alltag keinen Raum mehr gefunden hatte. Wir merken, wie immens wir uns lieben. Nach den wenigen, aber intensiven Erfahrungen in der Swingerwelt fühlen wir, dass das Teilen der Erotik mit anderen Paaren, uns nicht voneinander entfernt, sondern es lässt uns näher zusammenrücken. Wir grübeln darüber nach, warum wir so fühlen, und kommen auf keine Lösung. Das lassen wir mal einfach als "Ist-halt-so" stehen.

Was uns auch völlig klar wird:

Swingen darf ein Paar nur, wenn die Beziehung intakt und gefestigt ist!!