Der erste Clubbesuch


Und jetzt ist er da. Der Tag, an dem wir zum ersten Mal einen Swingerclub von innen sehen. Der auserwählte Club bietet eigene Hotelzimmer an. Da wir ein ganzes Wochenende zu Hause verschwinden, haben wir ein solches Zimmer gebucht. Nach einer langen Autofahrt stehen wir vor dem Gebäude und uns wird bewusst, heute Abend werden wir in eine neue Welt eintauchen. Wir beziehen unser Zimmer und verwandeln uns in ein richtig schickes Paar. Nach unseren Erfahrungen bei der Privatparty entscheiden wir, dass mein Mann mit sichtbarer Behinderung den Club besucht. So gewöhnen sich die anderen Gäste an den Anblick und wir können direkt feststellen, wer etwas von uns wissen möchte und wer damit nicht umgehen kann.

Wir tauchen in die Erwachsenen-Märchenwelt ein. Schon beim Betreten werden wir vom edlen Ambiente eingefangen. Die Wände sind stilvoll in einem warmen Bordeaux und Ocker gestrichen. Nachdem wir im Spint der sehr sauberen Garderobe und Umkleide unsere Jacken und Schuhe verstaut haben, gehen wir mit staunenden Augen weiter an die Bar. Am Eingang erhalten wir ein Glas Sekt und werden freundlich begrüsst. Auch hier ist alles in Bordeauxrot und Ocker gehalten, passende, stilvolle Bilder zieren die Wände , Lüster und Kerzen erzeugen ein warmes Licht und Musik in einer angenehmen Lautstärke schmeicheln unseren Ohren. Der Raum unterteilt sich in drei Bereiche: Erstens die Bar mit Sitzgelegenheiten, zweitens das Buffet mit kleinen Esstischen und Hockern dazu, und zu guter Letzt der Partybereich mit Tanzfläche und Pooldancestange. Man merkt, hier hat jemand Hand angelegt, der sehr viel über Farbharmonie, Dekoration, Lichtdesign weiss und ein grosses Flair für Details besitzt. Ein sehr höflicher Mitarbeiter kommt auf uns zu und fragt, ob wir eine Führung wünschen. Als absolute Club-Greenhorns nehmen wir das Angebot gerne an. Er führt uns wieder zurück, an der Garderobe vorbei in den Wellnessbereich. Ich bin jetzt schon völlig in den Club verliebt. Dieser Bereich bietet eine Sauna, einen Indoor-Whirlpool, Duschen, einen wunderbar romantischen Ruheraum, der natürlich auch für erotische Aktivitäten und Massagen zur Verfügung steht. Wir betreten den Aussenbereich, hier steht ein Hotpot und ein kleiner Liebesgarten. Alles einladend gepflegt, blitzsauber und die Gäste können sich hier an den Getränken und Frotteehandtücher à discretion bedienen. Der Mitarbeiter macht uns nachdrücklich darauf aufmerksam, dass im Whirlpool und im Outdoor-Hotpot Sex strengstens verboten ist.

Die Führung geht weiter in den oberen Stock. Von der Treppe aus betreten wir eine gediegene Lounge. Der Raum ist erfüllt von leiser Musik, Ledersofas und Couchtische für ein gemütliches Kennenlernen und Beschnuppern laden zum Verweilen ein, Getränke zur Selbstbedienung stehen in einer kleinen Bar. Von der Lounge aus geht es nach links und nach rechts hin zu den Spielwiesen. Wir bestaunen grosse Spielwiesen für Orgien und Gruppensex, abschliessbare Paarezimmer für diejenigen, die sich nur visuellen Appetit holen und als Paar unter sich bleiben wollen, einen Darkroom für ganz Abenteuerlustige, verschiedene romantische Räume für Paare, die Zuschauer und Mitspieler bevorzugen und zwei grosse stilvolle BDSM-Räume mit Andreaskreuz, schaukelnder Liege (von mir bekommt das Utensil gleich den Namen "fliegender Teppich"), verschiedene BDSM-Möbel (Bock, Gynstuhl, Fesselliegen, etc.) und einem Käfig. Alles, wirklich alles ist pieksauber, gepflegt und einladend. Ja, meine Club-Greenhorn-Aufnahmefähigkeit wird zurzeit arg strapaziert. Ich schwanke gerade zwischen Angstschauern, Neugierde, Aufregung, Abenteuerlust und Fluchtinstinkt. Nach dieser Führung knistert es bereits gewaltig.

Von der Besichtigung zurückgekehrt trinken wir an der Bar einen Sekt und stärken uns am leckeren Buffet. Viele adrette, gut aufgelegte Paare halten sich im Bar- und Tanzbereich auf. Um uns rum ist die knisternde erotische Atmosphäre wahrnehmbar. Ich geniesse die Stimmung sehr. Später haben wir Lust auf ein bisschen Wellness. Der Bereich ist so geschmackvoll eingerichtet, dass wir uns sofort wohlfühlen, Sex ist im Outdoor-Hotpot und im Sprudelbad verboten. Wir kuscheln zusammen in den Hotpot. Ein älteres Paar kommt hinzu. Da er ein Gehabe von einem Alphatier ausstrahlt, nenne ich die beiden in Zukunft "Silberrücken-Paar". Wir plaudern, haben es lustig. Ich spüre, wie er mich gefühlvoll streichelt. Will ich das??? Er ist kein attraktiver Mann, bei weitem nicht. Ich weiss, ich kann seine Hand wegschieben und das wird als "Nein" akzeptiert. Mein Mann wird von der Lady auch vorbehaltlos angefasst. Ich sortiere kurz meine Gedanken: Will ich was für's Auge oder was für's Gefühl.... einfach geniessen, wenn es sich gut anfühlt?? Ich bin eindeutig für Nummer 2. Kurz schaue ich meinen Mann an, nicke und wir beide lassen es einfach laufen. Ihm gefällt es scheinbar auch. Mutig kuschle ich zum Herrn Silberrücken und lasse mich von seinen Händen streicheln. Er fragt mich, ob ich eine Massage möchte. Ohhhhhh ja, da sage ich nicht nein. Zu viert wechseln wir in den stilvollen Raum mit den grosszügigen Liegen. Bei wundervoll, entspannender Musik geniesse ich eine richtig gekonnte Massage. Ich nehme wahr, dass auch mein Mann die Lady massiert, die beiden Spass miteinander haben. Komisches Gefühl, aber irgendwie kann ich es zulassen, mir geht es gut. Mit der Zeit wird auch meine Muschi gefühlvoll mitmassiert. Himmel kann dieser Mann berühren, er fängt an, mein Innerstes sanft zu massieren, meine Lust lodert lichterloh. Dann löst er nacheinander mehrere Orgasmen aus, ich bin völlig von der Rolle. Sowas habe ich noch gar nie in meinem Leben erlebt, mein Unterleib bebt und summt. Er zieht sich ein Kondom über, mein Körper ist voll empfänglich für eine Vereinigung. Nach 17 Jahren feste Beziehung ist es eine echt verrückte Sache, ein anderer Mann nimmt mich einfach. Wenn ich das Gehirn ausschalte, sagt mein Körper, geniesse es einfach. Erlebe es!!! Er schläft mit mir, nicht spektakulär, aber gut und später erlebt er seinen Orgasmus. Sehr entspannt liegen wir zu viert auf den Liegen, lassen das Ganze ausklingen. Nach einer Dusche und wieder eingekleidet, geniessen wir zu viert einen Drink an der Bar.

Nach Mitternacht streifen mein Mann und ich durch die Räume, schauen uns nochmals alles an. Die spielenden Paare lösen gar nichts in mir aus, ich merke immer mehr, dass ich nicht visuell gesteuert bin. Aber Lust auf meinen Mann habe ich. Ich flüstere ihm zu: "Eh, lass uns ein heisses Plätzchen suchen." Zusammen legen wir uns auf eine Spielwiese. Wir geniessen zärtliche Erotik und sehr, sehr heissen Sex. Wieder bin ich ganz in den Gefühlen, ich merke, mir ist es egal, wer zuschaut oder in der Nähe ist. Es ist so geil mit meinem Mann nach einem fast gemeinsamen Höhepunkt kuscheln wir relaxt zusammen. Plötzlich spüre ich, dass eine Hand mein Bein streichelt. Ich flüstere meinem Mann ins Ohr: "Da streichelt jemand mein Bein!" Er versteht: "Bitte streichle mein Bein!" Jetzt streicheln zwei Männer meine Beine. Innerlich muss ich über diese Situation sehr kichern, flüstere meinem Mann ins Ohr, was ich mit meiner Aussage wirklich gemeint habe. Wir wollen im Moment keinen weiteren Kontakt und verlassen die Spielwiese. Es ist bereits nach 2.00 Uhr nachts. Für ein Häppchen bedienen wir uns nochmals am Buffet und gönnen uns einen Drink. Ein Paar gesellt sich zu uns, wir plaudern angeregt zusammen. Es kommt heraus, dass die beiden mit uns auf der Spielwiese waren, er der "Beinstreichler" war. Zu viert lachen wir über die erlebte Situation. Er ist sehr offen, nicht besonders hübsch, die Lady eher ein bisschen spröde. Sie fragen uns, in welchen Clubs wir normalerweise unterwegs seien. Als wir gestehen, dass dies unser allererster Clubbesuch ist, sind sie fassungslos. Sie hätten uns über den Abend immer wieder Mal beobachtet und wir seien ja völlig locker und offen mit den Situationen umgegangen. Anfänger kucken sich normalerweise im Club nur ein bisschen um und streifen völlig eingeschüchtert durch die Gänge, meistens den Wänden entlang. Das sei jetzt aber mutig. Tja, das begleitet unser Leben: wenn wir uns mal für etwas entscheiden, dann ziehen wir die Sache durch, vor allem, wenn es soviel Spass macht. Die beiden outen sich als jahrelang erfahrene Swinger und Clubgänger.

Als wir das nächste Mal auf die Uhr schauen ist es 3.30 Uhr. Um 4.00 Uhr schliesst der Club. Sie fragen uns, wo wir übernachten. "Wir haben hier im Club ein Zimmer!" Ganz offen fragen sie uns: "Nehmt ihr uns mit auf euer Zimmer? Habt Ihr Lust auf Erotik?" Wir schauen die beiden fassungslos an, wir schauen uns unschlüssig in die Augen. Da sagt mein Mann: "Kommt es noch darauf an?? Wild bleibt wild!! Lassen wir es einfach knallen!" Ok, mit Vollgas durch die Nacht. Wenn es nicht passt, es ist ja unser Hotelzimmer, dann schmeissen wir sie raus. Wir nehmen die beiden mit.......mein Hirn schaltet sich kurz ein: "Hey, verrücktes Weib, was tust Du denn hier?" Sofort Hirn aus, heute wird nicht nachgedacht.

Auf dem Zimmer küsst mich mein Tauschpartner, er küsst gut. Mein Mann kümmert sich um die Lady. Wieder merke ich, dass ich einen sehr erfahrenen Mann abbekommen habe, der meine Libido ein weiteres Mal zum Glühen bringt. Seine Hände berühren super, seine Zunge wandert gekonnt über meinen Körper. Ich geniesse es. Dann zieht er ein Kondom über und ich erlebe extrem variantenreichen Sex. Mein Sexpartner ist sehr ausdauernd, seine Bewegungen gefühlvoll bis fordernd und er liebt es, von einer Stellung fliessend in die nächste zu wechseln. Ist das geil. Ich erlebe Höhepunkte, es reisst mich mit, ich bin sehr laut, ohhh jeeeh!! Er fragt mich, ob ich es anal möge. Ich antworte: "Kenne ich nicht!" Er stimuliert meinen After mit der Hand, nimmt Gleitgel und fängt an zu massieren. Ich bin so hoch erregt, das fühlt sich super an. Ganz, ganz vorsichtig dringt er Millimeter für Millimeter ein, es brennt kurz. Er bleibt ganz ruhig drin und wartet, streichelt, stimuliert, fängt sich an zu bewegen. Das haut rein, boahhhh, was macht der Kerl mit mir? Er stösst gefühlvoll, sein Penis hat eine durchschnittliche Grösse, trotzdem bin ich erstaunt, dass es hinhaut. Wieder rausche ich in einen Höhepunkt und muss die Erlösung einfach rausschreien. Er gleitet raus und will in meine Muschi. Da schaltet schlagartig mein Hirn ein und ich schimpfe: "Spinnst Du!!! Das geht gar nicht! Neues Kondom sonst ist fertig. Bist Du verrückt?" Er habe keins! Mein Mann bekommt die Sache mit und sagt: "Hier habe ich eins. Geh Dich waschen und dann neues Kondom!" Er verschwindet! Ich bin echt ein bisschen von den Socken. Ich schaue meinem Mann und seiner Tauschpartnerin etwas zu, merke, dass mein Mann echt zu tun hat. Gleich, wie er sich abmüht, von ihr kommt kein Laut, keine Gefühlsregung! Was stimmt hier nicht?

Mein Sexpartner kommt zurück, streichelt mich zärtlich, stimuliert mich, sofort bin ich in Stimmung. Sauber, mit neuem Kondom erlebe ich eine weitere, ausgiebige Runde richtig heissen Sex. Ich fliege und schon wieder schüttelt mich ein Höhepunkt. Ich muss mal durchatmen. Da höre ich von der anderen Lady ein hauchzartes: "Ohhh mein Gott!" Und fertig. Mein Mann ist fix und foxy. Es ist 6.00 Uhr morgens, es wird schon hell. Jetzt reicht es uns, wir schmeissen die beiden aus dem Zimmer. Der Kerl wäre für Weitermachen immer noch zu haben. Schluss - aus!!!

Als wir alleine sind, kuscheln wir zusammen und fallen ins Koma. Was war das für eine verrückte Zeit!! Sex mit 3 verschiedenen Partnern in einer Nacht!!

Gute 3 Stunden später klingelt der Wecker für's Frühstück. Wir fühlen uns wie vom Zug überfahren. In Zeitlupe geht es in die Kleider und schleppend die Treppe runter! Was für ein komplett verpeilter Zustand, wir sind nicht mehr zurechnungsfähig. Wir füllen Kalorien nach. Zum Glück haben wir das Zimmer noch eine weitere Nacht gebucht. So fallen wir nach dem Frühstück wieder umgehend ins Bett und schlafen weiter. Erst am Nachmittag fahren wir zu einer Tankstelle und holen uns eine Flasche Cola und was zum Knabbern. Ab 16.00 Uhr öffnet der Club zu einem Wellness-Sonntag. Wir entscheiden uns für einen Aufenthalt im Wellnessbereich und dösen dort wieder ausgiebig. Unsere Akkus sind leer. Später füllen wir die Teller komplett am Buffet und stillen unseren Riesenhunger. Ausser plaudern, essen, wellnessen, kuscheln und dösen tun wir an diesem Abend nichts mehr. Brav wie die Engel, bevor wir vorzeitig wieder in die Federn kuscheln.