Der Abend der "O"

Gemeinsam wollen mein Mann und ich einen Abend der O erleben. Das Thema reizt uns, aber die Herausforderung ist sehr, sehr gross. Mutig melden wir uns für ein Event an. Praktisch gleichzeitig erhalten wir eine Anfrage vom Namasté-Paar: "Habt ihr Lust auf einen privaten Abend der O. Mit einem gut befreundeten Paar würden wir gerne einen solchen Event in einer passenden Location privat spielen und suchen noch interessierte Mitspieler." Irgendwie ist uns die private Möglichkeit sehr viel sympathischer, nimmt viel Druck weg. Nach reiflicher Überlegung machen wir einen Rückzieher vom grossen, offiziellen Event und sagen dem privaten Anlass des Namasté-Paares zu. Jetzt wird es spannend. Scheinbar haben die Freunde der Namastés sehr viel Erfahrung mit dem Thema "O" und übernehmen die Planung und Durchführung dieses Abends. Zuerst erhalten wir per Mail einen sogenannten Neigungsbogen. Diesen müssen wir ausfüllen und Punkt für Punkt aufschreiben, wie ich als "O" "benutzt" werden darf.

Folgenden Punkte stimmen wir zu:

  • Manuelle Stimulation
  • Oral-Verkehr ohne Kondom (ohne Aufnahme)
  • GV - nur mit Kondom
  • bisexuelle Kontakte unter den O's
  • Sexuelle Benutzung durch mehrere Herren gleichzeitig
  • Toys, Bondage, Peitschen (nur mit Genehmigung des Dom's)

Bestehende Befindlichkeit:

  • Kein Druck auf Brüste, kein Kneten
  • Masochistische Neigung nicht sehr ausgeprägt
  • Unerfahrene Sub

Zusätzliche Tabus:

  • Dirty Talk
  • In Käfige sperren
  • Jegliche Schläge ins Gesicht

Ohhhh ja, da muss mein Mann aber sehr auf mich aufpassen, dass der Abend für uns beide gut abläuft. Nach dem ganzen Ausfüllen des Neigungsbogens werde ich doch sehr nervös. Schlussendlich habe ich keine Ahnung, was überhaupt auf mich zukommt und was es in mir auslöst.

Der besagte Tag bricht an und ich bin wirklich sehr aufgeregt. Unruhiger als bei allen meinen bisherigen Abenteuern. Das Gepäck wird vorbereitet, das Kleid der O, Highheels, Halterlose, Halsband werden sorgsam in der Reisetasche verstaut. Dann geht es los. Wir fahren zu den Namastés und werden sehr herzlich begrüsst. Das andere Paar ist bereits angekommen, so sitzen wir zu sechst zusammen und besprechen den Ablauf des Abends. Es sind interessante Räumlichkeiten gemietet worden und sie haben Getränke und eine kleine Verpflegung für den Abend vorbereitet und eingepackt. In den weiteren Gesprächen erfahren wir viel über das andere Paar. Sie sind schon seit der Jugend zusammen und seit einigen Jahren im BDSM aktiv. Der Herr war zuerst ohne seine Frau als Dom unterwegs. Sie wusste immer, wo er war und fragte ihn nach den Events immer neugierig aus. Für ihn sind Abende der O ein absolutes Highlight und er geniesst es, wenn die Ladys präsentiert werden und begutachtet werden dürfen. Er steht offen zu seiner ausgeprägten voyeuristischen Ader. Irgendwann nahm die Frau den Mut zusammen und begleitete ihn zu einem solchen Abend. Bis heute liebt sie es, präsentiert zu werden, lässt sich aber niemals von einem Herrn anfassen, bespielen oder sogar benutzen. Er nimmt sie immer zu sich und sie ist ausschliesslich seine Sub. Im Gegensatz zu den Namastés und uns sind die zwei keine Swinger. Ich frage neugierig: "Also, ihr nehmt an Abenden der O teil, bleibt aber absolut monogam. Und der Herr? Wenn er mit einer anderen Sub spielt, hat er Sex dabei?" Wahrheitsgetreu antwortet er: "Ja, ich habe auch Sex mit fremden Subs!" Jetzt schaue ich die beiden schon etwas sprachlos an. Die Lady kontert sofort: "Ich könnte schon, wenn ich wollte, aber ich bin sooooo glücklich mit meinem Mann. Er gibt mir alles, was ich brauche. Ich will ausschliesslich von ihm bespielt werden und Sex nur mit ihm teilen." "Hattest Du schon jemals einen anderen Sexpartner in Deinem Leben?" frage ich weiter. "Nein! Er ist mein erster und einziger, seit über 40 Jahren. Unsere Beziehung ist perfekt, so wie sie ist!"

Für mich hat es immer einen etwas bitteren Beigeschmack, wenn jemand das ohne irgendeinen Erfahrungsschatz für sich selber zum Gesetz macht. Nun, jeder ist frei in seinen Entscheidungen und wenn es ihre Erfüllung ist, seine treue Sub zu sein und er trotzdem fremde Haut geniessen kann..... dann sollen sie es für sich so handhaben. Ich denke gerade darüber nach, wie denn der Abend der O aussehen soll?? Zu sechst??? Wenn die Lady niemanden an sich ranlässt. Na ja, das ist jetzt aber schon suspekt. Denn grundsätzlich heisst ja, dass eine "O" den Männern über den ganzen Abend zur Verfügung stehen sollte. Aus diesem Grund macht ja der Neigungsbogen überhaupt einen Sinn.

Die Ladys führen mich in das Zimmer nebenan. Sie zeigen mir die vier Grundpositionen, in denen sich eine "O" zu präsentieren hat. Ohhhhh, da wird den Herren aber vollsten Einblick gewährt, das ist heftig. Ich übe die Positionen.

  • Position 1: Beine auseinanderstellen, Brust raus, Hände hinter dem Kopf verschränken, Kopf stolz tragen, Blick zu Boden senken
  • Position 2: Den Oberkörper aus der Position 1 tief nach unten beugen, mit den Händen die Knöchel an den Füssen umfassen und so die ganze Initimität präsentieren.
  • Position 3: Auf die Knie gleiten, Schenkel auseinander, Handflächen offen und nach oben gedreht auf die Schenkel legen, aufrechter Oberkörper, Blick zu Boden senken, Mund offen
  • Position 4: Aus Position 3 Oberkörper auf den Boden senken, Arme ergeben nach vorne legen, Po anheben und rausstrecken, volle Sicht zwischen Schenkel und auf den Po gewähren.

Auch ein paar Regeln teilen sie mir mit: Den Blick immer senken, auf keinen Stühlen Platz nehmen (für die "O's" hat es Sitzkissen am Boden), nicht sprechen, ausser ein Herr fragt mich direkt etwas..... ok, das wird ja ein interessanter Abend.

In diesem Moment habe ich mich dazu entschlossen, einfach nicht über das Ganze nachzudenken, sondern die Geschichte auf mich zukommen zu lassen. Durchatmen und die nächsten Stunden auf mich wirken lassen. Mein Mann ist dabei und gibt sicher auf mich Acht. Wir brechen auf und fahren zu der gemieteten Lokalität. Der Abend ist sehr kalt. Eingemummt in dicken Mänteln steigen wir aus den Fahrzeugen, nehmen unser Gepäck und betreten das Gebäude. Eine steile Treppe führt in eine Art Dachgeschoss, wo das Licht brennt. Als wir oben ankommen, sitzt der Vermieter vor dem Ofen und ist am Einheizen. Der Raum ist für mein Empfinden extrem kalt. Also hier kann ich unmöglich im Kleid der "O" herumlaufen. Der Vermieter entschuldigt sich: "Ich bin gerade erst von der Arbeit gekommen und habe sofort den Ofen in Gang gesetzt. Der Raum wird sehr schnell warm werden." Das hoffe ich doch schwer. Er legt nochmals tüchtig Holz nach, erklärt uns ein paar Regeln, wünscht viel Spass und zieht sich diskret zurück. Ich mache ein finsteres Gesicht. Erotik und kalte Räume gehen gar nicht. Mit Mantel stelle ich mich vor das Feuer und lasse den Blick durch den Raum schweifen. Das ist ein richtiges BDSM-Zimmer mit vielen Spielmöglichkeiten, eher rustikal gehalten. Raffiniert ist eine Wand, die verschoben werden kann. Ist sie vor der Wand platziert, sehen die Räumlichkeiten mehr wie ein gut ausgestattetes Seitensprungzimmer aus: breites Bett mit Fesselmöglichkeiten, unauffällige Haken an der Decke, Sitzgruppe und Couchtisch mit Blick auf das schöne Feuer im Ofen, grosser Esstisch, kleine, aber gut ausgestattete Küche. Wird die Wand als Raumtrenner verschoben und geöffnet, erscheint ein Andreaskreuz, eine Fesselwand und eine schmale Liege mit Fixierungsmöglichkeiten, viele Peitschen, Flogger, Paddles, Ketten, Seile, Hand und Fussfesseln. Sofort verwandelt es sich in ein raffiniertes BDSM-Spielzimmer. Ich finde alles sehr spannend. Zuerst wird die Verpflegung in die Küche getragen und eine Flasche Sekt geöffnet. Gemeinsam stossen wir auf ein besonderes Abenteuer an. Ich frage in die Runde: "Wie seht ihr das? Die Temperatur ist ein grosses Problem. Wenn wir jetzt das Kleid der O anziehen, sind die Lady's innert kürzester Zeit ausgekühlt! Bei Kälte sterben meine Erotik und Lust!" Wir sind alle nicht glücklich mit der Situation und setzen uns vor das Feuer, plaudern zusammen Die Ladys dürfen sogar die Sessel benutzen.

Der spielleitende Herr möchte dann doch endlich beginnen und wir Ladys schlüpfen in die sehr heissen Outfits. Das Kleid der "O" ist speziell geschnitten. Um den Leib besteht es aus einem geschnürten Korsett, das den Busen völlig frei lässt. Der Rock besitzt vorne und hinten bis nach oben einen Schlitz. So kann ein Herr ihn jederzeit auf die Seite schieben und hat von vorne und hinten volle Sicht und uneingeschränkten Zugriff zum Intimbereich. Das Kleid besitzt sogar Bänder, damit der dominante Herr den fallenden Rock seitlich zusammenbinden kann. Das Kleid der "O" ist ein äussert raffiniertes, verspieltes Kleidungsstück, das die Lady schon sehr auf den sexuellen Aspekt reduziert. Zum Thema "Sexsklavin" passt es perfekt. Niemals darf eine "O" Unterwäsche tragen und bewegt sich immer auf Highheels oder hohen Pumps. Halterlose Strümpfe und ein Halsband unterstreichen die Eleganz der Sexsklavin.

Da die Temperatur immer noch grenzwertig ist, wird das Spiel im unmittelbaren Umkreis des Ofens stattfinden. Mr. Namasté und mein Mann platzieren ihre Sessel so, dass sie eine perfekte Sicht auf die Präsentation haben. Und nun beginnt das Spiel. Zuerst präsentiert sich die erfahrene Lady des Spielleiters und ich kann von der Weite genau zuschauen, wie sie sich bewegt und die Aufgaben ausführt. Ich bin sehr aufgeregt. Als nächste präsentiert sich Mrs. Namasté. Für jede Lady wird genügend Zeit eingeplant und den Herren ein ausgiebiger Genuss gewährt. Als letztes bin ich an der Reihe. Der andere Herr kommt zu mir, klinkt die Leine am Halsband ein und führt mich in die kleine Runde. Stolz und erhaben schreite ich hinter ihm her. Er lässt mich stoppen und stellt mich mit Subnamen vor. Er klinkt die Leine aus, bindet den Rock auf beiden Seiten zusammen und nun dirigiert er mich verbal. Ich muss zwei Schritte vor, anhalten, 1 x 360 Grad Drehung nach links, 1 x nach rechts und anschliessend die geforderten Positionen einnehmen. Währenddessen erklärt der Spielleiter meine Benutzbarkeit, Befindlichkeiten und Tabus gemäss dem Neigungsbogen. Es ist sehr herausfordernd und fern jeglicher Emanzipation, so vorgeführt zu werden. Wenn ich meine gesellschaftlich geprägten Gedanken ausschalte, rein in mein Innerstes und meinen Körper fühle, muss ich zugeben, die Situation kickt und erregt mich. Deutlich wahrnehmbar spüre ich die verdächtige Nässe zwischen den Schenkeln. Am Schluss werde ich mit der Leine zu meinem Mann geführt und ich nehme neben ihm auf einem Kissen am Boden kniend Platz!

Jetzt kommt das Zeichen zum Spielen. Jedes Paar sucht sich einen Platz, um in das eigene BDSM-Spiel zu gehen. Mein Mann ist etwas irritiert. Ich flüstere ihm zu: "Bitte suche einen Platz in der Nähe des Ofens!" Wir wählen die Fesselliege und mein Mann schiebt sie etwas dichter zum wärmenden Ofen. Er dirigiert mich auf die Liege und versucht ins Spiel zu finden. Wir beide hören die typischen klatschenden, patschenden Geräusche der anderen, die entstehen, wenn mit Flogger, Peitsche, Paddle geschlagen wird. Mein Mann spielt das erste Mal mit anderen anwesenden Menschen und ausserhalb unserer Zweisamkeit,.... und gerät gerade völlig aus dem Takt. Es ist ihm nicht möglich, ins Hier und Jetzt zu kommen, sich zu konzentrieren und die Führung in irgendeiner Weise zu übernehmen. Jede seiner Handlungen wirkt verpeilt, planlos und fahrig. Ich selber bin von der Situation ebenfalls irritiert, kann nichts loslassen, versuche seine Konzentration auf mich zu bringen, indem ich ihm mit leiser Stimme kleine Tipps gebe. Es dauert nicht lange und wir brechen einstimmig ab. Gemeinsam kuscheln wir auf das Sofa, halten uns und schauen den anderen bei ihren Spielen zu. Ich fühle, dass mein Mann völlig von der Rolle ist und mit der ganzen Situation nicht klarkommt. Streichelnd halte ich ihn, versuche ein paar Fragen zu stellen. Zuerst erhalte ich grosses Schweigen und dann ein kurzangebundenes "Heute und in dieser Form funktioniert es einfach nicht".

Das Spiel der anderen Paare ist für mich interessant, aber das Zusehen erregt mich nicht. Ich halte meinen Mann, fühle seine Wärme und mehr geht zurzeit einfach nicht. Irgendwann bespielt der andere Herr Mrs. Namasté. Mr. Namasté kommt zu uns, fragt nach, ob alles i. O. ist. "Diese Situation ist nicht passend für uns! Aber alles gut organisiert. Es hat nichts mit den anwesenden Menschen zu tun. Sondern nur mit uns selbst!"

Es schaut mich an und fragt: "Möchtest Du eine Massage?" Mein Inneres sagt ja, mein Blick begegnet dem meines Mannes. Ich will nicht einfach geniessen, während es ihm nicht gut geht. Mein Mann lacht und sagt: "Lass Dich verwöhnen! Ich brauche jetzt einfach meine Ruhe! Geniesse es!"

So nimmt mich Mr. Namasté mit zur Liege und anstelle eines BDSM-Spiels schenkt er mir massierende Hände, wohltuende Berührungen. Es ist einfach wunderschön, wie er fast übergangslos und weich von den entspannten Körperpartien immer mehr zu den erogenen Zonen fliesst und schliesslich mit weichen Fingerkuppen meine Schamlippen massiert. Jetzt lasse ich los, höre nichts mehr von den anderen Menschen im Raum, bin in meiner eigenen Welt angekommen und geniesse alles. Gefühlvoll klopft, streichelt, hält und massiert seine geschickte Hand die ganze Vagina. Am Schluss pulsiert alles, Schamhügel, Schamlippen, Lustpforte und Damm sind komplett erweckt. Die erotische Energie strömt durch meinen ganzen Körper. Erst jetzt versinkt ein Finger langsam und tief in meiner Weiblichkeit und Mr Namasté beginnt mit einer sehr gekonnten Yonimassage. Ich wimmere und zittere, werde hochgradig geil. Ein zweiter Finger gesellt sich dazu, füllt mich hocherregend aus. Mit jeder massierenden Bewegung der Finger rast meine erotische Energie himmelwärts und lässt das ganze Innere beben und zittern. Die massierenden Finger treiben mich weiter, immer weiter, bis ich nur noch aus reiner erotischer Energie bestehe. Alles zieht sich heftig zusammen, pulsiert und noch eine massierende Berührung am tiefsten Lustpunkte reicht, um mich in einem gewaltigen Orgasmus zerspringen zu lassen. Sofort legt sich die Hand schützend auf meine ganze Muschi, wartet bis alles in mir ruhig fliesst und beginnt mit der Yonimassage von vorne. Mr. Namasté massiert mich von einem Höhepunkt zum nächsten, mein Körper fliegt und schwebt, fliegt und schwebt....... bis ich mich in tiefster Entspannung zusammenziehe und seitlich in die Embryonalhaltung einrolle. Mein Spielpartner hält mich fest in den Armen und wartet. Erst nach und nach komme ich ins Jetzt zurück, aus weiter Ferne höre ich nun die Spielgeräusche der anwesenden Menschen, das Stöhnen und Keuchen der anderen Subs. Je mehr ich lande, desto deutlicher nehme ich die ganze Geräuschkulisse wieder wahr. Mir geht es verdammt gut, ich küsse Mr. Namasté und bedanke mich von Herzen. Was für ein wunderbares Geschenk. Ich kehre zu meinem Mann zurück, kuschle an seine Seite und geniesse meinen Zustand. Auch bei den anderen kehrt immer mehr Ruhe ein.

Am Schluss sitzen wir zu sechst zusammen, stärken uns am mitgebrachten Imbiss und besprechen das Erlebte. Eigentlich wollen wir beide noch nicht im Detail darüber sprechen, das Ganze überschlafen und für uns selber verarbeiten. Es sind heute zu viele Eindrücke auf uns eingeprasselt, das muss erst mal sortiert werden. Die ganze Gruppe packt zusammen, teilt die Mietkosten des Raumes, hinterlegt das Geld und fährt zurück zum Haus der Namastés. Mein Mann und ich erhalten für diese Nacht das gemütliche Namasté-Zimmer. Arm in Arm schlafen wir ein und lassen unsere Gedanken und Träume treiben.

Am nächsten Morgen sprechen wir im Bett liegend miteinander. Mein Mann hat für sich einiges verarbeitet und ist zu folgenden Erkenntnissen gekommen:

  • Der private Rahmen war eine gute Wahl. Mit einem Gross-Event wären wir beide mehr als überfordert gewesen.
  • Swingen im Club, Sex zu haben, wenn mehrere Personen anwesend sind, ist für ihn kein Problem. In ein hochgradig konzentriertes BDSM-Spiel kann er nur im geschützten, privaten Rahmen einer Zweisamkeit gehen.
  • Seine voyeuristische Ader ist nicht ausgeprägt. Dasitzen und zuschauen, wie die "O"s vorgeführt werden, erregt ihn gar nicht. Lieber aktiv werden, als schauen.
  • Es ist keine gute Konstellation, wenn man sich zu sechst trifft, um gemeinsam zu spielen, und eine "O" in der Monogamie verbleibt. Dann ist einfach eine Lady zu wenig, um ein richtiges Spiel überhaupt durchführen zu können.
  • Er mag es gar nicht, seiner eigenen Ehefrau zuzusehen, wie sie in diesem Rahmen vorgeführt und präsentiert wird. Selbst wenn seine Frau (also ich) dabei Gefallen finde, muss mich das nächste Mal jemand anderes begleiten. Er werde es nicht mehr tun.

Ich erkläre ihm, dass es mir sehr gefallen und mich erregt hat, vorgeführt zu werden. Das weitere Spiel kann ich nicht beurteilen, denn es hat nicht stattgefunden. Ich habe schlussendlich keine Ahnung, wie ich reagiere, wenn der führende Part Freude am Spiel hat und mich vollständig mitnehmen kann. Selbstverständlich besuchen wir in Zukunft keine solchen Anlässe mehr, wenn es meinem Mann nicht behagt. Mit allem anderen Punkten stimme ich voll überein. Ein Event der "O" ist nicht unser gemeinsames Ding und bereichert unsere Partnerschaft nicht.

Später treffen wir uns mit allen zum Frühstück. Angeregt diskutieren wir über das Erlebte mit allen Beteiligten. Jeder teilt seinen Standpunkt mit, erläutert die positiven und negativen Erlebnisse. Wir merken, der Abend war für jeden anders. Einig sind wir uns darüber, dass der nicht geheizte Raum extrem störend war und das Spiel sehr erschwert hat. Erotik und kalte Räume passen für alle definitiv nicht zusammen. Wir verabschieden uns von den Gastgebern und dem befreundeten Paar, bedanken uns für die herzliche Gastfreundschaft, die ganze Organisation und die Möglichkeit, in diesem geschützten Rahmen in das Thema «O» reinschnuppern zu können. Besonders innig bedanke ich mich bei Mr. Namasté für seine hochgradig erotische Yonimassage.

Um eine intensive Erfahrung reicher fahren wir nach Hause..........