Brausendes Motorrad – wunderschöner Subname – der Stich einer Tarantel

Meine Jugendliebe war begeisterter Motorradfahrer und ich seine leidenschaftliche Mitfahrerin. Ich liebte es, den Fahrtwind zu spüren, das kraftvolle Brausen des Motorrades zu erleben und schöne, tiefe Kurvenlagen zu fahren. Mein Vertrauen in die Fahrkünste meines damaligen Freundes war immens und ich wusste, dass er sehr viel Verkehrsübersicht und Gefühl für die Maschine besass. Etliche Wochenenden und Ferienwochen sind wir über die Pässe der Schweiz, Italien und Österreich gebraust und haben uns dabei frei gefühlt. Dieses Erlebnis genoss ich das letzte Mal im Alter von 20 Jahren. Über 30 Jahre lang sass ich auf keinem Motorrad mehr.

Der Tiger besitzt ein Motorrad und ich darf ihn auf einer Tour begleiten. Meine Freude ist riesengross. Einen Tag nach unserer ersten BDSM-Session haben wir beide frei. Das Wetter ist gut und so holt mich der Tiger am nächsten Morgen mit dem Motorrad zu Hause ab. Etwas zappelig setze ich mich hinten drauf und werde beim Losfahren von der Kraft des Motorrades überrascht. Na ja, vor 30 Jahren hatten die Maschinen noch nicht diese Spritzigkeit. So halte ich mich gut fest und versuche in das Fahrgefühl reinzufinden. Sofort empfinde ich grosse Glückseligkeit, als ich das Brausen wieder spüre, die Beschleunigung und das Kurvenfahren lassen mich eine immense Schwerelosigkeit fühlen. Auf den Strassen merke ich, dass viel mehr los ist, als ich es aus meiner Jugend-Motorrad-Zeit kenne. Alles ist dichter und dadurch auch gefährlicher, benötigt viel Übersicht des Fahrers. Die grösste Gefahr geht von den anderen Verkehrsteilnehmer aus. Immer ist der Tiger auf Sicherheit bedacht, dass uns niemand übersehen kann. Er fährt sehr konzentriert, zügig, aber nicht kopflos. Innerlich muss ich grinsen, als ich feststelle, dass er alle Linkskurven besser zieht und ausbalanciert, als seine Rechtskurven. Also entweder ist mein Gleichgewichtssinn für Motorräder immer noch sehr ausgeprägt oder ich selber bin etwas einseitig geworden. In einer Pause sage ich ihm, was ich als Sozius gefühlt habe. Etwas verlegen lächelt er und antwortet: "Tja, der Fahrlehrer hat mir im Fahrtraining genau das Gleiche gesagt. Meine Rechtskurven sind wirklich nicht so rund und gleichmässig, wie meine Linkskurven. Nur sind das jetzt die ersten Motorrad-Kilometer dieses Jahres. Der lange Auslandaufenthalt hat es mir verunmöglicht, auf das Motorrad zu steigen. Je mehr ich fahre, desto mehr gleicht sich der Unterschied aus. Am Ende einer Saison merkt man praktisch nichts mehr." Ich staune selber, wieviel Motorrad-Gefühl nach 30 Jahren Abstinenz in mir immer noch vorhanden ist. Der Tiger sagt: "Du bist ein sehr angenehmer Sozius, als Fahrer fühlt man Dich kaum, gehst sehr gut in den Bewegungen mit." "Ohhh Danke, das freut mich, wenn Du Spass an meiner Begleitung hast!" bedanke ich mich für das schöne Lob.

Wir brausen auf unserer zusammengestellten Route weiter - Klausenpass - Oberalppass - eine wunderschöne Tour!

Irgendwo machen wir Pause und setzen uns ins Gras. Freundschaftlich rücken wir zusammen, heute ist muggelige Zeit angesagt. Dafür nutzen wir die Zeit, um über die erste Session zu sprechen. Ich lasse dem Tiger den Vortritt, um sein Erleben zu erzählen. "Für mich war es sehr aufregend. Es ist neu! Es zeigt mir Dinge, die ich bisher nicht kannte. Ich erfahre mich von einer neuen Seite, es gibt mir Einsichten, die ich nicht für möglich hielt. ..... zumindest nicht für mich! Nur bin ich definitiv kein Sadist. Dich als Sub zu schlagen, erregt mich in keinster Weise. Deine Reaktion darauf, macht mich hingegen sehr geil. Wie Du auf Dominanz, Führung, Machtgefälle reagierst, ist für einen aktiven Part der Hammer. Wie Deine Lust explodieren kann, wenn ich Dich schlage und wieder sanft streichle, ein wahres erotisches Erlebnis. Unglaublich!" Ich bedanke mich für das wundervolle Feedback! Der Tiger ist sehr neugierig, wie ich seine Premiere als Dom erlebt habe.

"Meine devote Seite ist sofort auf Deine Gesten und Forderungen angesprungen. Du besitzt eine natürliche Dominanz, die sehr aufregend ist. Für mich fühlt sich unsere Symbiose von Dominanz und Devotion unglaublich stimmig an, ich empfinde sehr viel Vertrauen, trotz des Neulandes. Ich geniesse diese Seite vom Tiger extrem. Langsamer, geheimnisvoller Beginn, intensive Steigerung, Ausleben der vollen Hingabe...... dann ist der Sex anschliessend soooooo berauschend und intensiv, woahhhhhhhhhhhh!!! Ich bin froh, dass Du im Leben nicht mein Partner bist, sondern mein Dom und Freund. Das ist für mich ein grosses Plus und viel leichter, denn wir treffen uns als Freunde, zur Erotik und jetzt für das Machtgefälle. Alles nur die schönen Dinge des Lebens. Der Alltag bleibt aussen vor. Auch ist es mir leicht gefallen, Dir alles (Körper, Sinne, Willen) zu übergeben, weil wir uns fast ein Jahr kennen, schon oft die Erotik geteilt haben und die letzten 3 Monate so intensiv geschrieben oder geskypt, alles im Vorfeld abgesprochen und geklärt haben. Sehr gut!!!!!!

Nun gibt es Punkte, die ich als Sub Dir nahelege.

  1. Als Sub verbinde ich mich ganz fest mit dem führenden Part. Ich verschenke meinen Körper, meine Hingabe und meinen freien Willen vollumfänglich und vertraue alles dem Dom an,..... dieser kann frei darüber verfügen. Wenn durch ein Vorkommnis ein Break im Spiel passiert (z.B. die Musik bricht ab, der Dom will den Raum verlassen, sich waschen, etc.) ist es für die Sub ein harter Break, wenn der Dom sich einfach abwendet und geht. Es ist das Recht des Dom's, zu gehen, wohin er will. Er kann sogar seine Sub irgendwo parken oder abstellen oder sogar jemandem in Obhut geben, aber er muss es bewusst tun und einen Auftrag erteilen. "Warte hier!" "Bleib genau so stehen!" "Auf die Knie und bleiben!" Alles funktioniert, denn so geht das Spiel weiter, die intensive Verbindung bleibt bestehen. Ich bitte den Dom, die Verbindung in weiteren Sessionen nicht mehr zu kappen. Eine Session muss fliessen!!
  2. Die Sub hat sehr grosse Freude an der Kette und Armreif der O. Die Zeichnung lässt sofort den devoten Part in mir hervortreten. Danke vielmals. Auch die Idee mit dem Subnamen ist genial! Nur der Name berührt nicht, er sagt nichts aus! Oder hat er eine Bedeutung für den Dom in Dir?"

Der Tiger überlegt und verneint. Er sei naheliegend und praktisch gewesen.

Ich frage: "Während des Aufenthalts in Mittelamerika hast Du beruflich hauptsächlich spanisch sprechen müssen. Gibt es etwas auf Spanisch, was Dich berührt, was passen könnte?"

Der Tiger überlegt und ich warte. "Ja, es gibt da einen Vulkan in Mexiko, der heisst Malinche!" erklärt der Tiger und erzählt mir die Geschichte von der berühmt-berüchtigten Aztekenprinzessin. Malinche war eine schöne, intelligente Frau, als Aztekenprinzessin geboren, als Mädchen von den eigenen Eltern an die Mayas in die Sklaverei verkauft, als Sklavin aufgewachsen, vom Eroberer Cortès geraubt und zu seiner Geliebten verdingt. Sie war eine intelligente, starke Frau, die als Dolmetscherin für Señor Cortès agierte und ihm die Eroberung Mexikos ermöglichte. Das Aztekenreich ging unter. Sicher ist Malinche eine zwiespältige Persönlichkeit. Wenn man sich vor Augen führt, dass sie vom eigenen Volk als Sklavin verkauft wurde, kann man verstehen, dass sie die Gelegenheit für ein besseres Leben am Schopf gepackt hat, egal was mit dem Volk der Azteken passierte.

"Du bist erotisch ein Vulkan, eine kostbare Frau, die auch Sklavin ist. In Zukunft bist Du in der Subzeit "mi princesa azteca", ich nenne Dich "La Malinzíta pequena"!!! bestimmt der Tiger.

Ich strahle, ich freue mich, die devote Ader jubelt: "Jaaaaaaaaaaa, "La Malinzíta pequena" ........ ich liebe den Namen. Gracias!!!!"

ICH HABE EINEN WUNDERBAREN NAMEN BEKOMMEN!

Wir fahren weiter und geniessen einen wunderbaren Tag zusammen. Am Abend sind wir erschöpft und gönnen uns ein kühles Getränk auf dem Sofa in unserem Innenhof. Wir plaudern über Gott und die Welt...... selbstverständlich auch über die wilde Swingerwelt, was es in uns auslöst und bewegt.

Sehr nachdenklich erzählt der Tiger: "Diese Woche ist mir beim letzten Clubbesuch ein schlimmer Mist passiert!" Ich weiss, dass die Tiger mit den beiden Nimmersatten einen Club besucht haben. Neugierig frage ich, was passiert ist. "Etwas, was nie passieren darf!" führt er weiter aus. "Ich hatte unsafe Sex! Wir haben heiss gespielt und plötzlich war ich tief in der Frau drin. Ich wollte noch gar keinen Sex!" Wie von der Tarantel gestochen setzte ich mich senkrecht auf, ...... wie vom Blitz getroffen erstarre ich mit offenem Mund! Er sieht meine Reaktion, weiss natürlich nicht, warum ich völlig ausser mir bin. Er spricht weiter: "Ich weiss, unsafe Swingen ist echt schlimm. Damit gefährde ich mich und meine Frau. Ich mache mir schwere Vorwürfe. Ich habe auch abgebrochen und bin ein Kondom suchen gegangen, aber ich war schon bis zum Anschlag drin gewesen!" Ich kann gar nicht glauben, was ich da höre und als ich endlich wieder Luft bekomme, frage ich ungläubig und völlig fassungslos: "Du hattest "unsafe" Sex mit Lady Nimmersatt??" "Sch......., jaaaaaaaaa!" antwortet er mir zerknittert. Boahhhhhhh, das ist starker Tobak, denn wir hatten in den letzten Tagen Kontakt mit den Nimmersatten und sie haben uns nichts mitgeteilt, trotz der ausschliesslichen Abmachung. Mir wird schlecht. Der Tiger weiss ja nichts von der Abmachung.

Da erzählt er weiter: "Lady Nimmersatt hat mir geschrieben, dass unsafe Sex soooo geil sei und ob wir das in Zukunft mit ihnen teilen wollen?......... Wir kennen die zwei ja gar nicht und ich finde es keine gute Idee!" Ich schnappe nach Luft und es ist mir sterbensschlecht. "Darf ich die Nachricht lesen, die Lady Nimmersatt Dir geschrieben hat?" frage ich. Ich traue dem Tiger vollumfänglich, aber ich muss es mit eigenen Augen sehen. Der Tiger schaut mich an und sagt: "Das mache ich nicht, denn sie hat es mir geschrieben, das ist unser Austausch!" Ich sage leise: "Es ist mir wichtig, dass ich einen Blick darauf werfen darf. Ich werde es nicht verwenden!" Er lässt mich einen Blick darauf werfen und es wird zu einer Tatsache...... schwarz auf weiss.

Mein erster Gedanke.... mein erster sehr, sehr wütende Gedanke: "SO EIN VERD...... MISTSTÜCK!!!!"

Ich erzähle dem Tiger von der Abmachung zwischen den Nimmersatten, meinem Mann und mir. Jetzt ist er ebenfalls völlig vor den Kopf gestossen. In diesem Moment kommt mein Mann zur Tür herein, mitten in unseren aufgelösten Zustand. Ich erzähle die ganze Geschichte. Erst sagt mein Mann nichts, dann beichtet er mir, dass er bei der letzten Zusammenkunft ebenfalls unsafe Sex mit der Lady Nimmersatt hatte, weil sie sich in einem Moment blitzschnell auf ihn gesetzt hatte. Es habe sich so geil angefühlt, dass er, im Gegensatz zum Tiger, nicht abgebrochen habe, um ein Kondom überzuziehen. Hinterher kam die Absprache am See, da fand er es nicht mehr nötig, den Zwischenfall zu erwähnen. Himmel, was soll der Sch............!!! Und nun rücke ich mit der Sprache heraus, dass Mr. Nimmersatt beim zweiten Treffen, irgendwann um vier Uhr morgens, mich ungeschützt genommen und in mir abgespritzt hat. Ich habe es nicht gemerkt, erst als er aus mir geglitten sei.

Wir sind alle 3 fassungslos und völlig geschockt. Wir haben einen Clubbesuch geplant, die Geburtstagsparty....... Und mein Mann und ich sind mit denen während zwei Wochen in der Einsamkeit auf einer Insel. Die Flüge sind gebucht! Mein Mann sagt: "Wir müssen mit ihnen reden!"

Jetzt werde ich eiskalt und lösungsorientiert: "Nein, mein Schatz, das müssen wir gar nicht, wir müssen gar nichts, nada!!!!! Die einzigen, die was müssten, sind die anderen zwei. Die haben kein Gespräch von unserer Seite verdient. Die sind sowieso nicht ehrlich!! Ich weiss jetzt genug..... mehr als genug! Trotzdem lasse ich mir weder den Clubbesuch, noch den Tigergeburtstag und vor allem den Urlaub nicht verderben, denn sowas kann zum Krieg führen.

Ich teile den beiden beim nächsten Treffen mit, dass ich meine Meinung geändert habe! Ich wünsche nur noch Safer-Sex oder gar keinen. Aus-Punkt-Schluss!!!"

Mein Mann fragt: "Was willst Du als Grund angeben?"

Ich grinse und sage eiskalt: "Eine Frau braucht keinen Grund. Ich bin jetzt einfach zickig und sie müssen damit leben. Ich habe meine Meinung geändert, weil ich die Abmachung NICHT WILL. Und wehe es sind keine Kondome im Gepäck!! AMEN!!!!"

Die beiden Männer schauen mich staunend an. Ich bin nur froh, dass diese Sache frühzeitig aufgeflogen ist. Mein lieber Schatz..... was waren wir dumm und leichtgläubig!!! Sehr dumm!!!

Ich merke, mein Mann steht immer noch unter Schock, aber teilt meine Meinung vollumfänglich.